Mittwoch, Juli 23, 2014

Guten Morgen Welt...

Ein wunderschöner Sommertag beginnt. Die Sonne geht langsam auf, es ist warm und ich sauge den Duft vom Gras, was über die Nacht etwas feucht geworden ist genüsslich ein.

*tschirp tschirp*

*wieeehr....*

*mähhhh schnatter quaaak*

Der Maikäfer, der mir soeben in den Nacken geflogen ist und sich mit seinen Klebefüsschen festgehakt hat, gibt ganz schön komische Geräusche von sich, denke ich mir. Ich wedel wie verrückt mit der Hand im Nacken rum, drehe mich im Kreis... schreie nach meinem Mann er soll das Ding von mir wegnehmen! 

Während ich mich mit wild fuchtelnden Armen immer schneller um mich selbst drehe, sehe ich die Bäume und den Rasen um mich rum verschwimmen. Immer undeutlicher werden die Umrisse, bis alles nur noch in einem Grau versinkt.

Nach einiger Zeit wird das Bild wieder klarer. Alles ist wie immer. Ich steh in unserem Garten, der Maikäfer ist weg - und holla! Ich muss Rasen mähen und zwar dringend! Während ich den Rasen also wiederwillig mähe und mir in Gedanken den Rest des Tages ausmale, knackt, funkt und knallt es plötzlich unter meinem Rasenmäher. Überall liegen Kabel auf der Wiese, die ich mit den Messern des Mähers zerfetzt habe. Funken sprühen aus allen Seiten vom Rasenmäher, die zerschnittenen Kabel fetzen mit ihrer freigewordenen Energie wie Peitschen über den noch feuchten Rasen und geben bedrohliche Geräusche von sich, die sie mit knatternden Blitzen schauderhaft untermalen. Die Wolken verdunkeln urplötzlich den Himmel, es wird windig und ich stehe inmitten einer hollywoodähnlicher Katastrophe und schreie laut um Hilfe, während ich den Rasenmäher loslasse und mich von den Funke wegdrehe.

Inmitten meiner Gedanken, warum ich den Rasenmäher einfach so loslassen konnte, ohne das ich einen Stromschlag erlitten hab, merke ich allerdings, dass mir die Funken meinen komplette Rückseite am Oberschenkel verbrannt haben. Es riecht nach angesengtem Fleisch... nein es stinkt. Es stinkt unendlich. Ich sehe an mir runter und kann an den hinteren Oberschenkeln bis auf die Knochen blicken. "Na toll, also kann ich doch kein Kleid morgen anziehen" ist mein erster Gedanke und ich überlege wie ich mir am besten ein Schnittmuster für einen Knochenschutz basteln kann. Als ich dann aufschaue ist es als wäre nie etwas gewesen. Die Sonne scheint, Der Rasen ist ordentlich gemäht, nur ich steh da mit meiner riesigen Wunde während auf dem Reiterhof gegenüber eine Ziege meckert und die Vögel in den Bäumen zwitschern.

Schweissgebadet wach ich auf, muss aber gleich wieder meine Augen schließen, denn es ist viel zu grell. Willkommen in der Realität. Willkommen in meiner Welt. Ihr konntet hier einen kleinen Auszug aus meinen - mittlerweile für mich normalen - Träumen lesen. Meist ist es irgendwas mit Mord und Totschlag, Verletzungen oder völlig verquer. So wie in dieser Nacht eben.

Machen wir aber da weiter, wo ich aufgehört habe. GRELLES LICHT! 
Vor ca. zwei Wochen hatten Männe und ich Urlaub um unten das Bad neu zu machen. Glücklicherweise haben uns Männes Eltern ein Wochenende besucht und geholfen. Da wir aber momentan noch ohne Wohnzimmer und Küche in unserem späteren Bereich leben, ist die Aufteilung immer etwas schwieriger wenn Gäste hier übernachten.

Natürlich haben wir in der oberen Etage noch etwas Platz, allerdings möchten wir seinen Eltern nicht zumuten, auf dünnen Gästeschaumstoffmatratzen auf dem Boden schlafen zu müssen. So kam es, dass seine Eltern in unserem Bett genächtigt haben, und wir dann halt auf den dünnen, sich sofort durchdrückenden - also eigentlich nicht vorhandenen - Matratzen im Bürozimmer auf dem Boden geschlafen haben. 

Luxus mit einem richtigen Bett, tollen Matratzen, einem Ventilator und Fernseher und einer Jalousie bei den Eltern auf der einen Seite.

Harter Boden, Umzugskartons, brummende PC´s und 3 Fenster ohne jegliche Jalousie incl. vor Rückenschmerzen stöhnender Gastgeber auf der anderen Seite. Wer hat, der kann!

Die Nächte sind immer relativ kurz auf den Matratzen, da wir eh mehr wach sind als alles andere. Und wie soll es dann auch sein, ca 1 Stunde, bevor die Sonne aufgeht, schlafe ich ein. Wär alles nicht sooooo dramatisch, wenn die Sonne nicht auch noch schlauerweise genau an dieser Fensterseite aufgehen würde und im Sommer ja sowieso relativ früh. Mittlerweile werden die beiden Fenster  an der geraden Wand meist von mir mit irgendwelchen Bettbezügen oder Decken abgedeckt, dass es nicht allzu grell ist am Morgen. Aber es gäbe ja nicht Murphy in meinem Leben, der sich schallend ins Fäustchen lacht, wenn wir nicht noch ein wunderbares Dachfenster hätten, wo die Sonne dann genau rein scheinen kann. Mitten durch die Augen und am Hinterkopf praktisch wieder raus. Ich sags euch! Morgens um 4 kein Genuss...

Das Grelle mit einem Bild festzuhalten ist schier unmöglich. Aber hier der Blick, wenn ich gefühlte 2 Nanosekunden blinzeln kann, wenn mich idyllischerweise das Pferdewiehren und Vogelzwitschern mit einem Hauch von Sonne (HaHa!) im Büro weckt... "Ich sehe das weiße Licht..." bekommt hier eine völlig neue Bedeutung.



Lasst euch nicht von dem kleinen Guckloch da oben Täuschen. Das weitet sich am frühen Morgen gefühlt um das Dreifache und geht über die ganze Dachfläche. Ich schwörs! Ausserdem sitzt Murphy sicher neben dem Fenster außen auf dem Dach und klatscht und tanzt im Kreis vor Freude!

Nun haben mittlerweile einige Freunde, Bekannte und Verwandte bei uns geschlafen und mir tut es immer unendlich leid sie in dieses Zimmer stecken zu müssen. Immer wieder predige ich, dass es Morgens wirklich hell wird, suche verzweifelt Schlafbrillen, decke jedenfalls die anderen Fenster ab. Aber so wirklich ist das auch keine Lösung. Und wenn dieses Zimmer dann irgendwann mal in ein Kinderzimmer umfunktioniert werden soll, möchte ich schon die Option haben, alles dunkler machen zu können. 

Die Idee an sich den Raum tageshell zu bekommen mit dem Dachfenster finde ich toll. Am liebsten hätte ich noch ein zweites daneben und beide ein Stück verlängert nach unten. Das Licht ist so schön tagsüber. Aber an die Nachteile hat keiner in dem Moment beim Bauen gedacht. Glücklicherweise haben wir bei den essentiell wichtigen Sachen nicht an Qualität gespart und haben uns insgesamt drei Dachfenster vom Velux Shop gekauft und einbauen lassen. Und Velux wäre nicht Velux, wenn sie dafür nicht auch eine Lösung parat hätten.

Solar-Rolläden! *tadaaaa*

Während ich Männe meinen Plan versuchte mitzuteilen, wurde ich schon kopfschüttelnd und mit "Nee nee" auf der Hälfte meines Vortrages unterbrochen. Meine Arme sinken herunter und meine Unterlippe verzieht sich zu einem Schippchen. Fachmännisch den Zollstock schwingend steht er also vor mir, setzt seinen Kennerblick auf, zieht die Augenbraue hoch und sagt: "Ja mein Schatz, gehen tut alles, aber dafür müssen wir die ganze Wand noch mal aufrupfen, Rigips raus, Dämmung raus, Kabel verlegen, der ganze Dreck..."                                                                                                                               

Jetzt bin ich diejenige, die den Kopf wild schüttelt. "Neee neeee! Das ist doch Solaahhhhaaarrrrr!" Mit einer großen ausholenden Armbewegung untermauer ich meinen Solar-Satz als gehe es um die Planung eines architektonische Meisterwerks. Läuft gut, denn der Mann ist still.... und grinst dann breit. Mist!

Nagut also noch mal von vorne und etwas deutlicher... Ich erkläre ihm, dass das ohne zusätzliches Kabel funktioniert und somit perfekt für unsere Fenster ist. Eine Fernbedienung gibts dazu und die Welt ist gerettet. Ein wenig müssen wir für diesen Luxus noch sparen, denn auch wie die Fenster, wird die Jalousie nicht gerade billig werden, aber das ist es mir wert. 

Und dann dürfen auch gern wieder Gäste hier übernachten, denn die Aufsatzjalousien für unsere anderen, normalen Fenster wurden auch vor ein paar Wochen geliefert und somit kann ich bald alles abdunkeln. Ich sags euch - dann is hier ZAPPENDUSTER! Und wehe einer weint weil er Angst im dunkeln hat!


Dienstag, Juli 15, 2014

Ein Wochenende in Sachsen-Anhalt...

Viele von euch haben ja nun mitbekommen, dass wir 2 Wochen Urlaub hatten und in der Zeit das Bad im unteren Bereich neu gebaut haben. Ganz fertig geworden sind wir nicht wegen der blöden Trocknungszeiten, dh wir müssen uns die Zeit nach der Arbeit noch mal ans Bein binden, aber dann ist das halt so. Der Großteil ist ja geschafft. Ich werd dazu aber noch mal einen extra Blogeintrag schreiben mit vielen vielen Bildern :-)

Das letzte Urlaubswochenende waren wir bei Männes Eltern, da seine kleine Schwester (mittlerweile ist sie größer als ich - was nun auch nicht wirklich schwer ist) Abschlussball hatte... Ich hab ernsthaft versucht zu überlegen, was bei meinem Abschlussball alles passiert ist. Ich kann mich nur noch ungefähr an den Saal und mein Kleid erinnern, aber das wars auch schon. Bin ich wirklich so alt, dass ich das vergessen habe?

Die Aufregung vor der Feier war schon riesig und dazu kam dann noch ein hektisches: "Keks kannst du mir die Nägel noch lackieren? ... Ach und schminken musst du mich auch! In ner Stunde müssen wir los! Kannst du mir noch das Kleid zuschnüren?..."

Öhm... Ich bin extra ungeschminkt angekommen, damit ich das in Ruhe erledigen konnte. Aber wär ja gelacht wenn wir das nicht geschafft hätten und so standen wir alle geschniegelt und gebügelt pünktlich vor Ort. Die Feier war schön und die Party danach auch. Die jungen Leute - Himmel das ich das mal so sagen würde!!! - hat man sehr schnell kaum noch gesehen, aber dafür konnten wir ne Runde übers Parkett fegen und es uns gut gehen lassen an dem Abend. Nur mein Mann saß rum und nippte an seinem Wasser. So einen Tanzmuffel hab ich noch nie gesehen.

Samstag morgen wollten wir spätestens um 13 Uhr wieder losfahren. Die Fahrt nach Hause dauert ja nun auch seine 2 Stunden und ich olle Nörgeltante wollte unbedingt noch mal in das Ikea an der A9. Diese Fundgruben ziehen mich aber auch magisch an :-D

Ich hab mich extra beeilt und wollte sogar die Abkürzungen durch das Ikea nehmen, aber Männe hatte den Trödelgang eingelegt und schlurfte von links nach rechts guckend durch die Gänge. "Nun gut, dann nutzen wir das mal aus und schlendern mit" dachte ich mir...

In der Fundgrube waren viele schöne Sachen ausgestellt aber mit dem kleinen Auto 1,5 Stunden von zu Hause entfernt, kann man nicht viel erwarten. Also durfte nur ein kleines Tablett für die spätere Küche mit. Ich watschelte schon Richtung Auto und war bereit die Heimreise anzutreten, denn der Plan war eigentlich um 15 Uhr wieder zu Hause zu sein, um noch ein wenig am Bad zu bauen und so viel wie möglich zu schaffen. Eine Hand ergriff dann aber meinen Unterarm und hielt mich zurück:

"OOOHHHHHH Schatz!!!! Guck mal da is Höffner! Wollen wir da nicht auch noch schnökern? Und da ist ein Wurststand! ICH WILL NE WURST - und zu Höffner!"

Mir gegenüber stand ein Mann, der wie ein kleiner Junge auf den Zehenspitzen trippelte, mit wild fuchtelnden Händen einmal Richtung Wurstbude und einmal Richtung Höffnereingang zeigte, während seine Augen glänzten und die Grübchen auf seinen Wangen immer deutlicher wurden...

Hach man - ich bin aber auch einfach rumzukriegen. 

Eine Wurst und einen glücklichen Mann später betraten wir also Höffner.



"Ich hab so richtig Lust Geld auszugeben" zwitscherte es fröhlich neben mir. Manchmal macht mir mein Mann ja schon ein wenig Angst muss ich sagen. Solche Anwandlungen hat er recht selten, aber wenn... ja dann muss es wirklich vieeeeel Geld sein was er dann ausgeben kann. Am besten für irgendwas mit nem Stecker und ner Fernbedienung!

Wir schlenderten also durch sämtliche Abteilungen, schmissen uns mit Anlauf auf XXL-Sitzsäcke, schüttelten die Köpfe bei manchen Stilrichtungen und ab und an musste ich den Mann zusammenstauchen, damit er nicht sofort auf der Stelle ein 1200 Euro Sofa kaufte. (Wir haben ein Sofa was auch definitiv erstmal bleibt! Anm. d. Red.)

Die Bettenabteilung haben wir uns dann geschenkt und sind dann noch mal nach unten in die Schnickschnackabteilung gegangen. Hach ja... da könnt ich ja dann wieder Stunden verbringen. Das Bällebad der Dekorationen! Beim Küchenschnickschnack hat aber mal wieder der Mann leuchtende Augen bekommen und wanderte aufgeregt von einem Messerset zum nächsten (auch hier wieder eine kleine Randnotiz: Wir haben uns erst ein ganzes Set Zwillingmesser incl. Messerblock gekauft!). 

Wie die Mutter, die auf ihr Kind wartet, was nicht genug vom Süssigkeitenladen bekommt, stand ich also mit rollenden Augen im Gang und wartete, dass der Herr sich endlich satt gesehen hat.

"Schatz guck mal, die sind doch günstig. Toll oder?" und zeigte mir dieses Schild...



Ich erwähne gern noch mal, dass mein Mann absolut in Shoppinglaune war, ich erwähne aber auch gerne, dass wir gerade wirklich jeden einzelnen Euro für unsere neue Küche zusammensparen UND ich möchte auch noch mal nebenbei erwähnen, dass wir ein komplett neues Fisslertopfset haben *seufz*

Ich zerrte das Kind den Mann also weiter und wir landeten zum krönenden Abschluss dann noch in der Lampenabteilung. Seinem Spezialgebiet als Elektriker. Wir haben uns für die neue Wohnzimmerdecke was größeres ausgedacht und waren uns glücklicherweise einig, dass hier ein schöner Kronleuchter reinpassen könnte. Nagut, mal gucken kann ja nicht schaden... Wirklich was für die Decke haben wir nicht gefunden, aber dafür eine Stehlampe, die uns beiden sofort sehr gefallen hat.



Wir haben ähnliche Lampen, die von der Decke hängen werden bereits schon da, von daher würde sie super reinpassen. Aber der Preis schreckt dann doch schon ganz schön ab. 350 Euro stand auf dem Schild. Für ne Lampe! Auch online bekommt man sie nicht wirklich viel billiger... 

Die Laune des Mannes war mittlerweile ein wenig gedrückter, weil ich ihm alles teure ausgeredet habe und dann gings auch endlich nach über 2 Stunden zum Auto und nach Hause.

Übrigens haben wir von Höffner ein paar Kunstorchideen mitgenommen, da Männe eine klasse Idee für unser Bad oben hatte. So haben wir ein paar Löcher gebohrt, Seile gespannt, lange Blumenranken gefädelt und letztendlich die gekauften Orchideenblumen dazwischen gesteckt. So sieht unsere Rankepflanze nicht mehr ganz so wild aus und wir duschen ab sofort in nem kleinen Dschungel :-) Konnte der Mann also doch noch (jedenfalls etwas sinnvoll) ein wenig Geld ausgeben...






Sonntag, Juni 29, 2014

Rezept CousCous Salat

Über die Zeit fängt man an einige Lieblingsrezepte zu sammeln. Ich hab natürlich auch ein paar, aber meistens im Kopf. Da ich nun schon mehrfach nach dem Rezept für meinen Couscous-Salat gefragt wurde, bin ich extra heute früh aus dem Bett gesprungen und tipper euch es auf, bevor wir mit dem Hausbau weiter machen. Sonst vergess ich das noch 20 mal... ich kenn mich doch... Und noch ist ja genügend Sommer geplant (wehe wenn nicht!), dass ihr den ein paar mal testen, anpassen, verändern könnt, so dass er euch schmeckt.

Im Grunde ist es ganz einfach, aber meistens ergeben die einfachsten Zutaten ja das leckerste Gericht.  Als ich die Fotos für den Blog gemacht habe, habe ich gerade den Salat für das Sommerfest auf der Arbeit vorbereitet. Also auch dementsprechend viel. Zusätzlich ist es gar nicht so einfach mit so glitschigen, nassen Händen Fotos zu machen - und dann auch nur mit dem iPhone :D
Seis drum, ihr braucht ja auch mehr das Rezept als die Fotos. Das Rezept, was ich euch hier aufschreibe reicht locker für 6-8 Personen, aber ihr könnt es natürlich auch verringern oder mehr machen, dazu später mehr.


Ihr kauft ein (6-8 Personen):

1 Packung Cous-Cous  - ich nehme immer diesen hier von Kaufland
1 Paprikamix, oder 3 einzelne Paprika nach eurer Wahl
1 Bund Petersilie, glatt
1 Bund Frühlingszwiebeln
3-5 große Tomaten
1-2 Gläser Ajvar scharf - da nehme ich auch das billigste von Kaufland
1 Tube Tomatenmark
Gemüsebrühe
Zitronensaft - ich nehme immer Hitchcock
Salz, Pfeffer
Paprikapulver


Los gehts:

Den CousCous kippe ich gleich in die Salatschüssel die auch später auf den Tisch kommt, dass erspart eine Menge Arbeit. Darüber streu ich relativ mittelgroßzügig (was ein Wort! Aber bitte lieber nachwürzen als zu viel) die Gemüsebrühe und lasse nebenbei schon mal den Wasserkocher laufen. Wenn dieser fertig ist, kippe ich das kochende Wasser über den CousCous, aber gerade so, dass der CousCous ca. 1 cm mit dem Wasser bedeckt ist. Abdecken mit Alufolie oder einem Deckel und erst mal zur Seite stellen, damit der CousCous quellen kann.

Die hellen Streifen ist übrigens die Gemüsebrühe, so habt ihr einen ungefähren Anhaltspunkt. Nachwürzen geht immer!



Während der CousCous quillt, schnippelt ihr dann schon mal den Rest. Die Tomaten vierteln und bitte entkernen, sonst wird der CousCous zu verwässert und alles in gleich kleine Würfel schneiden. Ich mach das mit meinem tollen Ritsch-Ratsch Nicer Dicer Teil. Für sone Salate sind die echt ideal, weil es so schnell geht.





Von den Lauchzwiebeln könnt ihr ca. ein halbes bis Dreiviertel Bund nehmen, je nach dem wieviel Zwiebeln ihr drin haben wollt. Da das hier wirklich viel Salat wird, macht ein ganzes Bund auch nichts. Die Frühlingszwiebeln also auch klein schneiden und die Petersilie fein hacken.

Den CousCous nehmen und einmal durchrühren, so dass sich die einzelnen Körnchen auflockern. Und dann gebt ihr eigentlich nur noch alle Zutaten zusammen. Also Tomaten, Paprika, Frühlingszwiebeln und Petersilie zum CousCous geben, das Glas Ajvar reinschütten, Paprikapulver dazu geben, eine halbe Tube Tomatenmark reinpressen, einen Schwups Zitronensaft dazu geben, Pfeffer und Salz nicht vergessen, aber beim Salz vorsichtig sein, da die Brühe ja schon Salz enthält. 

Alles kräftig miteinander vermischen und gegebenenfalls noch mal abschmecken. Evtl. müsst ihr noch ein paar Löffel Ajvar dazu geben, denn das gibt den tollen Geschmack. Da Geschmäcker allerdings verschieden sind und einige es nicht so stark wollen, andere eher schon, kann ich hier keine genaue Angabe machen. Das müsst ihr für euch selber ausklamüsern. Auch die anderen Angaben sind nur ca. Angaben. Wer will kann auch Mais mit reingeben, weniger Paprika, mehr Tomaten und und und... Variationen sind hier unendlich viele möglich, aber zum Schluss finde ich es schön, wenn es ein gut gemischtes Gesamtbild ergibt und der CousCous zu den anderen Zutaten ungefähr gleich auf gemischt ist. Minze macht sich übrigens auch toll im diesem Salat.






Auf diesem Bild seht ihr das Rezept jetzt mal 2. Also 2 Packungen CousCous, 6 Paprika usw... Es ist unendlich viel geworden, aber soooo lecker! 

Lasst euer Kreativität freien lauf, probiert aus, gebt Gewürze dazu, lasst Gemüse weg, schnippelt noch was rein. Wir stürzen uns heute über die letzten Reste vom CousCous - viel Spass beim Nachmachen ♥♥♥






Montag, Juni 09, 2014

Rezept - Himbeerschnecken

Vor ein paar Tagen hab ich fürs Arbeitsfrühstück ein wenig gebacken. Jeder hat zum Frühstück was mitgebracht und da soweit schon alles vergeben war, dachte ich mir ich bring ein wenig Süsskram mit. Solche Gelegenheiten sind immer super um neue Rezepte auszuprobieren. Also ein wenig überlegt und rumgegooglet.

Ganz schnell sind mir die Himbeerschnecken ins Auge gefallen. Vom Grund her genauso gemacht wie die Zimtschnecken, halt nur mit Himbeeren gefüllt. Klingt auf jeden Fall nicht ganz so weihnachtlich wie die Zimtschnecken und schwer war es auch nicht aber dafür LEEECCCKKKERRR so dass es definitiv einen Blogeintrag wert ist.




Die Himbeerschnecken hab ich dann am Donnerstag Abend gemacht und am Freitag mit zur Arbeit genommen. Leider waren wir alle so dermaßen vom Frühstück voll gefressen, dass wir uns nur zwangsweise das eine oder andere Häppchen von den Schnecken reinzwängen konnten. Schade eigentlich, denn diese Schnecken sind der Oberkracher! Durch die Himbeeren wird der Teig wunderbar saftig und durch das Backen werden die Himbeeren noch süßer als sie es eh schon sind! Ich hätten mich reinlegen können!


Und weil das Rezept wirklich einfach ist, dachte ich, ich teil mit euch das Rezept.

Ihr braucht für den Teig:

140 g Zucker
650 g Mehl
250 ml warme Milch
120 g Butter
2 Eier
1 Prise Salz
30 g frische Hefe

Für die Füllung benötigt ihr:

400 g gefrorene Himbeeren
1 EL Speisestärke
80 g Zucker

Und fürs Topping:

40 g geschmolzene Butter
4 EL Sahne
160 g Puderzucker

Die Hefe löst ihr in der warmen Milch auf und gebt dann Butter, Zucker, Eier, Salz und Mehl dazu und knetet daraus einen schönen Hefeteig. Den Teig lasst ihr dann ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen, bis er sich ca verdoppelt hat.

Nach der Stunde knetet ihr den Teig einmal kurz durch und rollt ihn dann zu einem großen Rechteck (60x30 cm) aus. Für die Füllung einfach gefrorenen (!) die Himbeeren mit dem Zucker und der Speisestärke kurz verrühren und dann auf dem Teig verteilen. Den Teig von der kurzen Seite her aufrollen und dann in ca. 16 gleich große Stücke schneiden. Diese in eine gefettete tiefe Form geben und noch mal 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad/Umluft drehen und die Schnecken 20-25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Für den Guss Puderzucker, Sahne und geschmolzene Butter verrühren und auf den noch warmen Schnecken verteilen.






Normalerweise kannte ich auch nur die Zimtschnecken und wollte die Himbeerschnecken dann wie gewohnt am nächsten Tag auch noch mal für 5 Sekunden in die Mikrowelle stecken, denn leicht warm schmecken sie am Besten und so werden sie auch noch mal schön fluffig. Aus reiner Faulheit hab ich es dann nicht gemacht und es auch kein Stück bereut! Die Schnecken sind durch die Himbeeren so so so so saftigsüsslecker, dass das warm machen überhaupt nicht nötig war. Mir tropft jetzt schon wieder der Zahn wenn ich nur dran denke :D

Die Bilder für den Blog hab ich am Sonntag gemacht und wenn man bedenkt, dass ich sie Donnerstag gebacken hab.. moha! Kein Stück an Saftigkeit haben diese tollen Dinger verloren! Ganz und gar ist auch der Weihnachtsgedanke wegen den Zimtschnecken, den ich damit verbunden hatte, verflogen. Diese Himbeerschnecken sind so wunderbar sommerlich. Perfekt für den lauen Abend auf der Terrasse. Ich werd sie demnächst mal mit ner Beerenmischung probieren - schmeckt bestimmt auch super!




Ich hab das Rezept übrigens bei Chefkoch gefunden und hier hab ich euch noch mal meine PDF - Version zusammen geschrieben. Die könnt ihr dann einfach downloaden und euch ausdrucken.

In diesem Sinne genießt den Sommer und lasst es euch schmecken!







Mittwoch, Mai 28, 2014

Holz vor de Hütten!

So lautete das Motto unserer letzten Bauaktion vor 2 Wochen. Seit wir vor über 3 Jahren angefangen haben das Haus umzubauen sammelte sich hier Häufchen für Häufchen an Holz. Aus diesem Häufchen wurde ein Megahaufen. Unglaublich hübsch dieses "Bauwerk" im Garten stehen zu haben.  Ihr könnt es euch vorstellen... Nunja, heutzutage kann man ja alles als Kunst betiteln... Warum nicht auch unseren kunstvoll aufgeschichteten Holzhaufen?

Kunstvoll in den Keller gesunken ist auch meine Laune gerade. Ich wollte mich eben an den Blogpost setzen, schnapp mir meine Kamera, hol die Karte raus und setz sie in den PC ein und wunderte mich schon, warum mir der Name der Karte in Kästchen und komischen Zeichen angezeigt wird. Einen Klick später stand mir der Mund offen. Alle Bilder sind weg! Die ganze Holzaktion war da drauf, unser Garagen-Bau-Projekt, die Flugshow von der ILA von vor ein paar Tagen. Alles weg! Der Mann hat noch versucht zu retten was zu retten ist, aber da ist gähnende Leere...

Mit runtergezogenen Mundwinkeln und Bocklaune einen Blogeintrag zu schreiben ist auch nicht toll, von daher sprüh ich einmal Herzchenglitzer durch die Gegend und atme tief durch. Es gibt schlimmeres. Und da ich sowieso immer mit Handy und Kamera unterwegs bin, kann ich euch jedenfalls ein paar Vorher/Nachher Bilder zeigen. Zwar nicht so schön wie ich sie gerne hätte, aber so isset nunmal! 

Zurück zum Wesentlichen: 

Dieser verrückte Holzhaufen hat mittlerweile locker eine Fläche von geschätzt 5x6 m eingenommen, war Lieblingsspielplatz sämtlicher Katzen in der Umgebung, hat Unterschlupf für 24.849 Spinnen, 588.392 Insekten und 84.145 Schnecken geboten, war eine Zeit lang mehr als gehasst, eine Zeit lang komplett ignoriert und zum Schluss Störfaktor Nummer 1!


Hier habt ihr mal das einzig übrig gebliebene Vorher-Foto. Das braunblättrige vorne rechts/mittig ist übrigens ein Kirschbaum mit einer ungefähren Höhe von 5 Metern. Nur mal so als Anhaltspunkt. Der Haufen sieht hier finde ich relativ klein aus, liegt aber auch daran, dass die Natur netterweise versucht hat, den grauenhaften Anblick etwas zu tarnen. Zusätzlich habe ich auch noch aus dem oberen Stock fotografiert. So viel "schön reden" hat das blöde Holz gar nicht verdient.




Mitte Mai haben wir beschlossen dem Gewüst ein Ende zu setzen. Da wir unmöglich so viel Holz verbrennen konnten und auch teilweise Holz dabei war, was nicht verbrannt werden durfte, war klar, dass wir einen Container bestellen würden. Nur wie groß? Und vor allem wo?

Wir schwankten zwischen 5 und 7 Kubik, aber wollten dann letztendlich lieber einen 7 Kubik Container haben. Falls danach noch Platz ist, wär es nicht so ärgerlich, als wenn wir einen vollen Container und einen vollen Garten hätten. Wenn wir da schon gewusst hätten was noch auf uns zu kommt...

Nachdem die Größe fest stand, ging es an die Firmensuche. Die Preise bei Containern schwanken unglaublich. Zwischen 180-430 € für ein und die selbe Containergrösse sind da keine Seltenheit.  Also hieß es durchtelefonieren und Preise erfragen. Letztendlich habe ich mir eine Liste erstellt, abgearbeitet und den für uns passenden Container hierüber gefunden. Wir bekamen sogar einen 8 Kubik Container. Großartig! Ich plante in Gedanken noch ein paar Bäume nebenbei zu fällen und gleich mit zu entsorgen.

Der Container kam pünktlich, die angeforderte Freunde-Helfer-Mannschaft trudelte auch zum verabredeten Zeitpunkt auf einem Samstag ein und da wir eine super eingespielte Truppe sind, ging die Arbeit auch gleich ohne großen Zeitverlust mit viel Spass und super Sonnenschein los. 






Das kleine Lagerfeuer haben wir um halb 12 vormittags angezündet und es brannte bis 21 Uhr durch. Ich glaub wir haben nicht wirklich viel verbrannt im Gegensatz zu dem was noch da lag, aber irgendwie war es passend zur Situation. Auch mit prallem Sonnenschein und schwitzenden Gesichtern.

Dank der wie immer fleißigen Truppe - aufgeteilt in Sägemännleins, Schubkarrenmännleins, Trägermännleins und Helferleins an jeder Stelle - ging die Arbeit mehr als zügig voran. Der Container füllte sich, der Berg wurde dafür gefühlt nicht leerer. Und ich ahnte es schon... dieser 8 Kubik (habt ihr einen Plan wie viel das eigentlich ist???) war zu klein... 




Wir standen also irgendwann vor einem prall gefüllten Container und einem riesigen Berg Holz im Garten. Ich wollte weinen. Oder einfach den Holzberg anzünden, oder weghexen, oder in die Luft jagen, jedem Helferlein ein Stücken Holz heimlich in die Tasche schmuggeln, unseren Sandweg einfach komplett mit Holz pflastern, eine Arche Noah bauen... Männe kam dann auf die Idee sich den Sprinter von einem Freund zu leihen, diesen randvoll zu machen und das restliche Holz damit zur BSR zu fahren. Gesagt getan!

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam das Holz-Sprinter-Kommando dann wieder. Mit vollem Sprinter! Die Annahmestelle hat das Holz nicht genommen.... Männe wurde immer stiller und ich sah wie wütend er war. Denn jetzt hieß es wieder alles ausladen und irgendwie noch auf den Container basteln.

Wir machten aber alle das Beste aus der Situation, rauften noch mal unsere letzten Kräfte zusammen und haben den restlichen Berg an Holz sortiert nach Brennholz und Holz, was noch abgegeben werden muss. Nach 5 oder 6 Stunden Plackerei war dann endlich Feierabend und wir haben den Grill angeschmissen. Mehr als verdient! Wir sind zwar nicht den ganzen Holzhaufen losgeworden, aber einen Großteil. Und diesen Großteil hätten wir alleine einfach nicht in so kurzer Zeit geschafft. Von daher freuen wir uns trotzdem riesig über diesen Erfolg. Der Rest ist zum größten Teil eh nur noch Brennholz, wo wir demnächst auch noch mal ein paar dankbare Abnehmer glücklich machen können. Also hatte doch alles in allem ein Happy End.

Hier habt ihr mal einen direkten Vorher/Nachher Vergleich. Deutlicher krieg ich es leider nicht hin, alle anderen Bilder sind ja im Bilderhimmel oder machen sonst wo Ferien... 





Auch wenn noch eine Menge da liegt, ist ca. 3/4 des Berges verschwunden und ich hab endlich wieder ein wenig Garten. Hach! Hier rechts auf dem Bild unter der Folie ist übrigens noch ein kleiner Berg Styropor... Ich möchte schreien!







Den Rest schaffen wir auch noch. Und wenn noch ein voller Sprinter Brennholz abgeholt wird, wird der Rest ordentlich gestapelt an die hintere Baumreihe und dann sieht das alles auch nicht mehr so wüst aus. Wirklich viel werden wir dieses Jahr nicht mehr im Garten machen, denn es lohnt sich nicht. Zumal wir alle Energie in den Rest vom Haus stecken wollen. In 4 Wochen (oh Gott die Zeit rennt!) haben wir wieder 2 Wochen Urlaub. Da werden wir das Bad von Muddan komplett bis auf die Grundmauern rausreißen und erneuern. Das wird wieder eine extreme Zeit, aber ich freu mich drauf, denn so hart die 2 Wochen dann auch sind, umso mehr Fortschritte machen wir und kommen unserem Ziel das Haus bis Weihnachten fertig zu stellen wieder ein großes Stück näher.

Der Garten ist dann nächstes Jahr im Frühling unser neues "Bauprojekt". Bis dahin hätten wir noch die ein oder andere Holzpalette abzugeben ;)