Mallorca wir kommen!

Ich sitze vor dem Laptop und starre auf den Bildschirm... Es ist nicht, dass ich nicht weiß was ich schreiben will, sondern eher, dass es so viel ist, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Ok, tief durchgeatmet und los:  

 Wir fliegen in den Urlaub! 

Ich könnte springen und jubeln vor Freude! Aber von Anfang an: Seit ein paar Jahren fliegen gute Freunde von uns jedes Jahr nach Mallorca. Entweder allein oder in einer Gruppe, je nach dem wer Urlaub hat und mit möchte. Wir waren vor ein paar Jahren auch schon mal mit ihnen auf Mallorca,  wussten aber damals nicht was wir erwarten sollten von einem Urlaub zu viert. Der Mann ist noch nie geflogen (erste Herausforderung) und dann noch "Pärchenurlaub". Da wir aber alle entspannte Gemüter sind, war der Urlaub damals echt toll und super entspannt. 

Während die beiden jedes Jahr aufs neue flogen und sich die Sonne auf den Pelz schienen ließen, haben wir fleißig weiter am Haus gebaut und immer wieder abgesagt, als wir gefragt wurden, ob wir wieder mitkommen wollen. Natürlich wollten wir! Aber wir hätten uns zu sehr geärgert wenn das ganze Geld in den Urlaub geht, obwohl wir davon so viel Material hätten kaufen können. Prioritäten setzen hieß es dann, so blöd sich das auch in diesem Moment anfühlte.

Kaum war das Haus Ende Dezember fertig gebaut, planten die Freunde schon wieder ihren nächsten Urlaub. Jetzt hatten wir zwar Zeit und mussten kein Geld mehr ins Haus investieren, aber zum Sparen sind wir natürlich auch nicht gekommen. Also mussten wir wieder absagen. Die anderen beiden planten also allein zu fliegen und buchten die Finca und den Flug. Einige Wochen später, wir waren gerade beim Einkaufen, bimmelte Männes Handy. Eine SMS mit dem Text: "Die Finca ist bezahlt, ihr  braucht nur die Flüge, wollt ihr nicht doch mitkommen?"

Krawumm! Das saß! Männe antwortete sofort ohne groß nachzudenken und sagte ab! Ich dachte ich fall aus allen Wolken... Wie in Trance wanderte ich durch den Einkaufsladen und grübelte hin und her. Eigentlich haben wir uns das so verdient nach all dem Stress, eigentlich hab ich auch noch nen Zweitjob, eigentlich könnte ich das Geld dann zur Seite legen... Eigentlich könnte ich meinem Mann auch mal schöne Augen machen und ordentlich mit den Wimpern klimpern! Gesagt - getan! Männe setzte allerdings sein Pokerface auf, ließ sich nicht beeindrucken und tippelte die ganze Zeit heimlich SMS hinter meinem Rücken. Nagut, dann soll er sich halt per SMS erklären warum er abgesagt hat, dachte ich mir und wir bezahlten und schmissen den Einkauf ins Auto. "Duhuuu? Darf ich mal lesen was ihr zwei euch die ganze Zeit geschrieben habt?", fragte ich recht scheinheilig. "NÖ!" war die knappe Antwort. Und da ich meinen Mann ja kenne fragte ich mit einem breiten Grinsen und leichtem Kichern "Warrruuuuummmm? Ich denke du hast abgesagt...?" Er musste dann auch lachen und somit stand fest, dass wir mitfliegen! Juchhe!

Wir buchten die Flüge und am selben Abend bekam ich noch den Link von der Finca zugeschickt. Wir werden also genau wie letztes Mal nicht in einem Hotel wohnen, sondern in einer Finca mitten auf der Insel incl. Selbstversorgung. Das läuft super und dank Mietwagen können wir auch alles auf der Insel besichtigen und natürlich auch einkaufen fahren. Als ich mir die Finca angeschaut habe, wollte ich am liebsten sofort in den nächsten Flieger steigen. Schaut euch mal dieses idyllische Plätzchen an. Hier werde ich dann wohl 2 Wochen lang jeden Morgen auf der Terrasse frühstücken um danach an den Pool zu flanieren...




Vor ein paar Tagen haben wir dann online eingecheckt und schon mal die Sitze im Flugzeug reserviert. Mit den Katzen ist auch alles geklärt, da Muddan ja eh zu Hause ist und dann den Aufpasser macht. Großartig! Jetzt heißt es die letzten Tage durchhalten und auf den Urlaub hinfiebern. So langsam werde ich echt kribbelig und habe meine Liste abgearbeitet, was ich alles noch brauche, was ich bereits da habe und wo zur Hölle ist eigentlich mein Koffer?

Das Packen ist das Schönste vor dem Abflug, denn dann ist die Zeitspanne bis zum Urlaubsstart nicht mehr so groß. Da ich mittlerweile so oft in meinem Leben geflogen bin, bin ich zu einem kleinen Profi mutiert, was den Koffer/Tascheninhalt angeht. Im Kopf bin ich durchgegangen, was ich überhaupt brauche und was nicht. Gerade für den Flug benötige ich nicht viel, da wir nicht lange im Flugzeug sitzen werden. Da brauch ich nicht die riesige Tasche mitnehmen und mir das Leben schwer machen, weil ich sie nirgends verstauen kann. Also saß ich auf dem Bett und ging meine momentane Taschenansammlung gedanklich durch und musste ernsthaft mit entsetzten feststellen, dass ich keine passende Handtasche besitze. Es sollte eine kleine sein, nicht zu klein versteht sich. So das mind. mein Kindl von der Größe rein passt plus der andere Kleinkram wie Tickets, Geldbörse, Tatüs, Sonnenbrille. Aber sie darf auch nicht zu groß sein, wer will schon etliche Kilos mit sich rumschleppen? Zwingend musste es eine Umhängetasche sein, die ich mir quer über die Schulter schmeißen kann. Die Tasche will ich dann nämlich auch zum shoppen und zu den Ausflügen mitnehmen und da will ich beide Hände zum wild rumfuchteln frei haben. Verständlich oder?

Das Taschendesaster breitete sich immer mehr zu einer kleinen Katastrophe aus und laaaange hab ich mich durchs Netz gewühlt, unendlich viele Taschen gesehen, für toll befunden, 824 verschiedene Tabs aufgemacht um alle Taschen miteinander zu vergleichen und letztendlich bin ich dann doch - wie immer - wieder bei der ersten Tasche gelandet, die ich mir auf Zalando angeschaut habe. Eigentlich ist sie perfekt. Klein, handlich, nicht zuuu klein, mit Schulterriemen und die Farbe hab ich eh noch nicht. Und sie ist auch noch runtergesetzt. Warum zur Hölle überleg ich eigentlich noch? Klick, klick bestellt und dieses Modell von Anna Field machte sich auf den Weg zu mir nach Hause.



Kurze Zeit später war die Tasche da und ich im Himmel. Sie ist perfekt! Genau so groß wie ich sie haben möchte um alles wichtige beim Flug dabei zu haben und die Länge vom Tragegurt ist auch perfekt.. Hach ja, Problem gelöst, Frau Keks glücklich. Also wurde fleißig gepackt. Zuerst natürlich die neue Handtasche...


Passt alles rein!




Und dann der Koffer


Auch hier hält sich alles in Grenzen. Ein paar Basic Klamotten, ein paar Kleider falls es warm wird, Badesachen und eine lange Hose für die evtl. kalten Tage. Mein Make Up besteht aus Puder, evtl. einem Lidschatten und Wimperntusche. Allerdings geh ich davon aus, dass ich keins der drei Sachen lange nutzen werde. Ich liebe es auch mal ungeschminkt zu sein und gerade im Urlaub genieß ich das umso mehr. 


Beim Schnickschnackeinkauf wie Duschgel, Sonnencreme, Zahnpasta usw hab ich ja immer meine helle Freude daran die kleinen Probiergrößen zu kaufen. Die lassen sich super in kleinste Kofferecken stopfen und wenn sie alle sind, können sie gleich da bleiben. Tja und im Großen und Ganzen ist es das eigentlich auch schon. Ein Paar Ballerinas und Flipflops und das paar Schuhe was ich zum Hinflug anhaben werde kommen noch dazu und dann kann der Koffer eigentlich schon zu. 


Ich bin so dankbar, dass uns unsere Freunde die Möglichkeit gegeben haben mitzukommen und ich freu mich so sehr aufs Fliegen und auf die Aufregung am Flughafen, das Kribbeln wenn die Maschine startet und die fremde Luft die man das erste mal einatmet, wenn man aus dem Flugzeug aussteigt. Wir haben einige Unternehmungen geplant und ich hoffe wir können auch alle soweit umsetzen. Trotzdem freu ich mich auch auf die Tage wenn wir faulenzen, am Pool liegen und lesen, oder uns von den Männern bekochen lassen. Urlaub eben... Ich kann das Meer und die Luft schon förmlich riechen! Alle Sinne sind auf Entspannung eingestellt - es wird endlich Zeit das es los geht 








Aus ALT mach NEU - DIY Shabby Chic

Na wie siehts aus? Habt ihr auch noch alte Möbel rumstehen von denen ihr euch nicht trennen könnt? Eigentlich sind sie doch oll, eigentlich passen sie gar nicht zum Rest der Einrichtung aber irgendwas ist da doch noch... irgendwas hält uns ab diese Schätze wegzuschmeißen. Aus gutem Grund! Verdammt, da lässt sich was draus zaubern, aber so richtig!

Wie wär es, wenn ihr aus so einem alten Schrank...



...dieses Schmuckstück zaubern könntet?


Immer wieder schnöker ich durchs Netz und gelange von einer Seite zur nächsten, schnappe hier und da Ideen auf und suche aufgrund der eben gesehenen Idee wieder nach neue Themen usw usw... Ein Kreislauf dem ich zu gerne verfalle und mich dann irgendwann zwingen muss, den PC auszumachen. So viel kann ein Mensch gar nicht DIYen in seinem Leben, was ich alles noch machen möchte... Bei diesem Ratgeber auf bauen.de bin ich auch hängengeblieben. Weiter unten wird gezeigt, wie man einen Nachttisch aus Paletten baut. Das Thema Palette hängt mir schon einige Monate im Kopf und zu gern würde ich mich damit mal auseinander setzen. Eine Sitzgruppe für den Garten bauen, oder diese verrückten kleinen Hochbeete. Auch eine kleine Abgrenzung für die Mülltonnen hab ich schon aus Paletten gesehen und unbedingt muss ein Pflanztisch für den Garten aus Paletten her! 

In Ermangelung an Paletten und der Unlust diese günstig oder sogar umsonst zu ergattern, habe ich mich einem Projekt gewidmet, das ich schon seit ein paar Monaten umsetzen möchte. Der Nachtschrank aus den Paletten hat mich wieder daran erinnert. Vor einiger Zeit haben wir bei Männes Omi den Dachboden entrümpelt und unter anderem auch oben besagten alten Schrank gefunden. Bevor er weggeschmissen wird, wollte ich ihn mitnehmen und neu aufarbeiten.

Die Idee dafür war schnell gefunden. Ich liebe Chevronmuster und Shabby und ich wollte unbedingt mal selbstgemischte Kreidefarbe probieren. Alles beisammen: Auf gehts!


Ich habe mir günstigen Lack in seidenmatt gekauft, Rügender Schlämmkreide (gibts bei Amazon), Pinsel, ein Gefäß zum mischen und lagern der Farbe und Schleifzeugs.


Das Anmischen der Kreidefarbe ist relativ einfach. 2 Teile Farbe und ein Teil der Schlämmkreide ordentlich und so gut es geht miteinander verrühren. Die Kreidefarbe ist für mich der Inbegriff von Shabby. Es lässt die Möbel wirklich wie "alt gestrichen" aussehen, hat eine kreideähnliche Oberfläche und ganz bekommt man die Schlämmkreide nicht glatt gerührt, was immer mal wieder für kleine Buppels beim streichen sorgt, aber genau so soll es ja auch. Hier muss nix 100% korrekt lackiert werden. Die Farbe lies sich trotz dessen toll verarbeiten und trocknet durch den hohen Schlämmkreideanteil extrem schnell. Kaum war ich mit der ersten Schicht fertig, konnte ich auch schon die zweite auftragen.


Übrigens seht ihr oben auf dem Bild die erste Schicht Farbe, die ganz schnell wieder runter kam, da ich den Schrank nur leicht angeraut habe, dieser aber noch extra beschichtet war, so dass nichts gehalten hat. Wie deprimierend! Also hat Männe netterweise für mich den Schrank noch mal komplett bis auf das Naturholz runtergeschliffen. Dann ging auch das Streichen leicht von der Hand und nach zwei Schichten in relativ kurzer Zeit war der Schrank weiß.



Das Chevronmuster auf die obere Platte zu bekommen war relativ simpel. Mit Kreppband habe ich mir diagonale Streifen abgeklebt, immer mit einer Streifenbreite platz dazwischen. Das Ganze hab ich dann diagonal von der anderen Seite genau so gemacht, so dass ich folgendes Muster erhalten habe


Mit einem Bastelskalpell habe ich dann alle Streifen abgeschnitten, die nicht zum Chevronmuster gehören und dieses somit freigelegt. Keine Angst, geht relativ fix und das Kreppband lässt sich super schneiden.


Danach bin ich mit hellgrauem Lack über die komplette freie Fläche gegangen und habe während der Lack noch nass war, das Kreppband abgezogen. Ich habe mir noch einen Schriftzug ausgedruckt, die Rückseite mit Bleistift schraffiert und das Blatt vorne an die Tür geklebt und bin die Linien mit dem Bleistift nachgegangen. So hat sich die Schrift auf die Tür übertragen und ich konnte sie mit dem grauen Lack und einem feinen Pinsel nachmalen. 

Fertig ist das neue Schmuckstück, in dem dann - wie auf der Tür erwähnt - demnächst unsere Süssigkeiten lagern werden. Ich freu mich riesig, dass wir den Schrank nicht wegschmeissen mussten und das er mit relativ wenig Aufwand wieder zum Leben erweckt wurde  
















Das Wohnzimmer - Hausbau

Schande auf mein Haupt, dass ich so lange nicht gebloggt habe. Aber momentan genießen wir es so sehr nach der Arbeit nach Hause zu kommen und uns dem alltäglichen Trott hinzugeben. Zu essen, aufzuräumen, sich auf die Couch zu lümmeln und am Wochenende turnen wir eigentlich meist durch den Garten oder sind unterwegs. Hach ja was ein Leben so ganz ohne Baustelle *lach* Aber nun zum Wesentlichen...

Nachdem wir die Küche vorbereitet hatten und die Küche geliefert und aufgebaut wurde (letzter Beitrag dazu hier), haben wir uns also ums Wohnzimmer gekümmert. Ein wenig musste hier noch gebaut werden. Zwar blieb der Raum in seiner Grundgröße erhalten, allerdings kam auch hier eine neue abgehangene Decke rein, komplett neue Kabel wurden gezogen und die Anordnung der Steckdosen sollte sich auch ändern. Das hieß wieder schlitzen... Wie ich es hasse! 



Die Holzkonstruktion musste von der Decke runter, die Dämmung dazwischen war teilweise Pappe und alte Sauerkrautplatten. Also stand uns wieder eine Menge Dreck und Staub bevor. Der Boden ist auf den Bildern übriges noch nicht bearbeitet, hier ist noch die alte rote Farbe drauf.



Einen Teil von der Wohnzimmerdecke mussten wir noch komplett dämmen und mit Dampfsperrfolie versehen, da dieser Teil noch zum Dach gehörte. Immerhin sind schon die Schlitze für die neuen Steckdosen in den Wänden. Warum ausgerechnet ich immer zum schlitzen verdonnert wurde, verstehe ich bis heute nicht. Nach 2 Minuten konnte ich die Maschine kaum noch halten, überall war Staub und atmen war kaum möglich. Wahrscheinlich hat der Kerl sich n Spass draus gemacht. Eins der grausamsten Arbeiten für mich während der gesamten Bauzeit.


Die Dampfsperrfolie ist verlegt und verklebt. Alle geplanten Kabel haben wir auch von A nach B geschoben. 



Weiter ging es mit der Konstruktion für die Lampe. Die sollte nämlich so halb in der Decke liegen. Da die abgehangene Decke ein Stück tiefer sitzt, mussten wir das Stück, wo die neue Lampe hängen sollte auch mit Rigips verkleiden, damit man die Unterkonstruktion nicht sieht. Übrigens erkennt ihr hier noch gut auf dem Bild, dass die alte Wohnzimmertür drin ist. Das ist der Durchgang zu Muddans Bereich gewesen. Wenn die dann auch noch geschlossen ist, sind komplett zwei getrennte Wohneinheiten entstanden.




 Kaum zu glauben, dass das Wohnzimmer mal so aussah :)

Die neue Decke war drin und wir haben gespachtelt und geschliffen wie die Weltmeister. Jeden Tag nach der Arbeit ein paar Stunden. Stück für Stück. Zum Schluss kam eine Lage Glasvlies drauf und Männe konnte endlich sein "Lampenloch" basteln. Ich glaub ich möchte nie wieder im Leben schleifen müssen... Überall türmten sich Häufchen von Schleifstaub und die neue Treppe, die mittlerweile eingebaut wurde (Blogeintrag dazu hier), war komplett zugestaubt. Bevor die Treppe eingebaut wurde, hat Männe an einem Wochenende übrigens noch den Boden geschliffen und lackiert, damit die neue Treppe gleich auf dem fertigen Boden stehen konnte. Diesen haben wir dann die restliche Bauzeit mit Malervlies abgedeckt um ihn zu schützen.





Den Durchgang zu Muddans Bereich zuzumachen, war so schnell erledigt, dass ich es nicht mal mitbekommen habe. Männe hatte frei und ich war arbeiten. Am Nachmittag trudelten dann ein paar Fotos auf meinem Handy ein und ich guckte nicht schlecht als die Tür nur noch eine Erinnerung war. Was ein bisschen Ständerwerk und Rigips ausmacht...

Blick von Muddans Bereich in unser Wohnzimmer:


Blick von unserem Wohnzimmer zur Tür:




Da die alten Wände relativ uneben und von der Struktur auch leicht unterschiedlich waren, musste Männe leider alle Wände einmal glatt überspachteln um die Unebenheiten halbwegs auszugleichen.  Natürlich auch um den Übergang von der alten Wohnzimmertür eben zu machen. Eines seiner ungeliebtesten Aufgaben. Auf dem unteren Bild sind die Wände schon gespachtelt und geschliffen. Jahhhh wir mussten wieder schleifen. Ich bin bald wahnsinnig geworden, die Küche war nämlich schon drin. Also alles Millimeter genau abkleben und auch dicht kriegen, damit wir nicht doppelt putzen müssen. Aber es hat gut geklappt. Nach dem Schleifen haben wir die Wände grundiert und tapeziert. Die Decke ist hier auch schon gestrichen und so langsam erkennt man auch wie der Kreis  für die Lampe mal aussehen wird.


Das Sofa, was hier so dekorativ mitten im Raum steht, war eigentlich noch gar nicht geplant, aber manchmal kommt es anders als man denkt. Wir hatten uns die Monate davor schon Gedanken gemacht, was wir für ein Sofa haben möchten. Auf allen erdenklichen Internetseiten haben wir uns Sofas angeschaut (unter anderem hier und hier oder hier. Falls noch jemand von euch ein Sofa sucht -.- ). Dieses hier kam unseren Vorstellungen zwar schon recht nah, aber wer Katzen hat, weiß um das Problem mit Kunstleder...Ich bin bald wahnsinnig geworden. Da wir nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung hatten, wegen unserer Terrassentür oder auf der anderen Seite der Treppe, blieb immerhin die Vorstellung von einem Ecksofa. Mit vorgegebenen Maximalmaßen die anscheinend nicht zu erfüllen waren. Wäre es auf der einen Seite zu lang, würde es direkt über die Terassentür ragen und wir würden nicht mehr raus können. Wenn es auf der anderen Seite zu lang ist, stößt es genau an die neue Treppe, was a) total bescheuert aussieht und b) kommen wir dann nicht mehr ohne klettern zu dem Bereich neben der Treppe, wo der Chinchillakäfig später mal stehen sollte.

Irgendwann waren wir mal wieder bei Ikea und wollten ein paar Kleinigkeiten für die Küche kaufen als uns ein Sofa ins Auge fiel. Schön gemütlich, Ecksofa und die Maße hauten geschätzt hin. Also noch mal nach Hause und mit Zollstöcken die Maße ausgelegt. Passt! Und es gefällt uns beiden und die Bezüge kann man sogar abziehen und waschen. Perfekt - das soll es sein! Den Kauf haben wir dann aber verschoben, da wir erst mal mit dem Raum fertig werden wollten und vor allem kostet das Sofa auch 1000 Euro. Puh, da ist sparen angesagt.

Anfang Dezember schnökerten wir dann wieder durch Ikea und guckten ganz erstaunt, dass unser Sofa nicht mehr ausgestellt war. Na toll... ich sah mich schon wieder verzweifelt vor dem PC sitzen und nach Alternativen wühlen und zum Schluss doch ein Sofa mit Kunstleder nehmend, auf dem ich dann heulend sitze, während die Katzen sich voller Freude durch das Leder krallen. Ach nöö ey... Obligatorisch gehen wir zum Abschluss bei Ikea noch mal in die Fundgrube und währen wir auf dem Weg dort hin waren, sagte Männe: "Haha stell dir mal vor, das Sofa würde da jetzt stehen" Zwei Schritte weiter sagte ich: "Schatz... wir haben ein Problem... es steht wirklich dort!!!"

Tatsache! Sogar zwei Stück von unserem Sofa standen in der Fundgrube. Optisch total in Ordnung, da sie nur Ausstellungsstücke waren. Und das Beste: Sie waren um 50% reduziert! Anstatt 1000 Euro sollte das Sofa also nun 500 Euro kosten. Mit hektischem Blick und immer schneller werdenden Schritten flitzte ich auf eins der Sofas zu, lies mich draufplumpsen und krallte mich, während ich grimmig von links nach rechts guckte, in die Kissen. MEINS! Geht alle weg! Männe orderte draußen ein Möbeltaxi und als wir das Sofa mit zwei Wagen im Eiltempo zum Möbeltaxi brachten um kurz vor 20 Uhr, da die Fahrer auch gleich Feierabend machen wollten, konnten wir unser Glück kaum fassen. 

Kaum zu Hause angekommen, kam auch schon das Sofa hinterher und natürlich musste es beim ausladen Regnen. Die nächste Zeit arbeiteten wir also um das Sofa herum, deckten es ab und ich freute mich jedes mal tierisch über unser Schnäppchen. Manchmal ist so ein wenig Glück echt toll!



Nachdem alle groben Arbeiten fertig waren, ging es an Tapezieren und der Druck stieg. Zu Weihnachten wollte Männe fertig sein. Mit allem! Blöderweise hatten wir die beschissenste Tapete der Welt gekauft und ich war einem Wutausbruch nahe und ich musste 4 Bahnen wieder komplett abziehen. Nach dem Tapezieren hab ich dann noch alles gestrichen und Männe kümmerte sich um die restliche Elektrik. Endlich kam sein Panel zum Einsatz, worüber wir das ganze Haus steuern können. Im oberen Bild oben rechts erkennt ihr eine Klappe in der Decke. Hier verstecken sich sämtliche Kabelanschlüsse, unser WLAN Router und unsere Basisstation vom Telefon. So steht das nicht alles unnütz rum. 

Lange haben wir überlegt, wie wir den Übergang zwischen Küche und Wohnzimmer gestalten. Früher stand hier die Wand, weshalb hier auch kein Holzfußboden verlegt ist. Zum Schluss ist es dann eine Fliesenmatte mit kleinen Marmorstücken geworden, die farblich super hier rein passt, da sich alle Farben irgendwo in den Räumen wiederfinden. Zumal ich die natürliche Optik der Steine sehr passend zu dem Holzfußboden finde.




Wir näherten uns langsam dem Ende und konnten anfangen einzurichten. Das war ein Gefühl, das könnt ihr euch nicht vorstellen! Wir waren fertig mit den Nerven beim Bauen, funktionierten eigentlich nur noch und tranken beide Red Bull wirklich in MASSEN um uns irgendwie Wach zu halten in der Zeit. Wir sind Abends ins Bett gefallen und fühlten uns als hätten wir nur 2 Stunden geschlafen als der Wecker wieder klingelte, weil die Arbeit rief. Als wir von der normalen Arbeit nach Hause gekommen sind, hieß es: Raus aus den normalen Klamotten, rein in die Arbeitsklamotten und weiter machen! Wir sind noch mehr an unsere Grenzen gekommen, konnten die ganze Baustelle nicht mehr sehen, gifteten uns auch an, schwiegen dann aber wieder und machten weiter. Einfach weiter... es ging nicht anders. Wir mussten, da der Termin zum 24. Dezember stand. Die ganze Familie würde einreiten. Weihnachten auf der Baustelle war jetzt keine Traumvorstellung. Also Arschbacken zusammenkneifen und weiter gehts. Egal wie sehr die Arme schmerzten, egal wie sehr der Kopf nach dem Bett rief, egal wie schlapp der Körper war und wie sehr die Augen immer wieder zugefallen sind... Und es hat sich gelohnt, denn wir haben es geschafft!



Auf dem unteren Bild erkennt ihr die Ecke, wo das Sofa hin soll :)



Im nächsten Blogeintrag ist es nach über 5 Jahren endlich soweit! Ich zeig euch das komplette fertige Resultat. Aufgebaut, eingerichtet - eine neue Wohnung! Unsere Wohnung! Keine Baustelle mehr, sondern ein Haus worin wir wohnen, wo wir nach der Arbeit hin kommen und uns wohl fühlen, uns aufs Sofa fallen lassen können, oder in der Küche zusammen kochen können. 

Ich freu mich so sehr euch die wirklich wirklich fertigen Bilder zeigen zu können, das könnt ihr euch nicht vorstellen. So lang hab ich mir vorgestellt wie es wohl ist, wenn dieser Blogeintrag endlich kommt... 

Und so oft sitzen wir hier, starren Wände und Decken an und lachen wenn wir erzählen "Weisst du noch wie wir an dem Teil geschuftet haben? Wie der Staub hier runterkam? Wie dreckig das alles war?" Spontan fällt mir dazu gerade der momentan Werbespot von Toom ein "Respekt wer es selber macht"! Ja verdammt! Respekt! An uns beide, die wir nach einem halben Jahr Beziehung damals eher aus einer Laune heraus das Großprojekt Hausumbau gestartet haben. Wir haben uns durchgebissen, haben gearbeitet während andere ihr Wochenende genossen haben, oder am See waren. Wir haben geschwitzt, sind an unseren Aufgaben gewachsen und sind auch miteinander gewachsen. Mit kleinen Meinungsverschiedenheiten, mit Fluchen und verzweifelt sein. Alles haben wir zusammen gemeistert, uns gegenseitig Halt gegeben und uns motiviert weiter zu machen. 

Mein Mann war 23, ich 28 als wir angefangen haben, das Haus umzubauen. Ich bin heute immer noch fasziniert davon, wie routiniert, mit wieviel Ernst und "Jawoll das schaffen wir" er daran gegangen ist. Von Party zu Party hoppen, saufen bis zum geht nicht mehr, Grenzen ausprobieren oder sich beweisen müssen bei anderen war nie sein Ding. Trotz seines jungen Alters war und ist er immer jemand zu dem ich aufschaue. Er ist derjenige der sagt "Schatz reiss dich zusammen, wir müssen das jetzt noch fertig bauen, egal wie spät es ist", während ich schon jammernd rumsitze und nicht mehr möchte. Er ist um längen reifer als er eigentlich alt ist, er ist auch um längen reifer als ich und genau deshalb hab ich keinen Moment gezweifelt mit ihm dieses Projekt zu starten. Bei vielen zerstört so ein Hausbau die Beziehung. Uns haben diese 5 Jahre Schwerstarbeit noch mehr vereint, auch wenn ich jetzt nicht mehr so einfach sagen kann "Och Schatz die Einkaufstüte ist mir aber zu schwer, kannst du sie mal tragen?", denn mittlerweile weiß er sehr wohl was ich buckeln kann ;)

Auf die Arbeit noch mal ein Haus umzubauen  habe ich so gar keine Lust mehr, aber mit diesem Mann an meiner Seite würde ich es jeder Zeit wieder machen 












Liebe geht durch den Magen - Frohen Valentinstag




Früher war ich immer der Meinung, mein damaliger Freund MUSS mir zwingend Blumen zum Valentinstag schenken. Sonst liebt er mich eindeutig nicht. Der Ärger war natürlich vorprogrammiert. Schließlich ist das ja nur ein Tag im Jahr, wo er sich das Datum merken müsste um mir Blumen zu schenken... 

Mittlerweile bin ich älter - und weiser *hust* - geworden. Na gut, nennen wir es entspannter. Männe hat nämlich offizielles Blumenkaufverbot am 14. Februar von mir bekommen. Ich finde die Preise einfach unverschämt. Ich freue mich viel mehr über eine liebe Umarmung und ein paar schöne Worte. Die Blumen kann er mir das ganze Jahr über kaufen, oder frisch vom Feld pflücken, worüber ich mich noch mehr freue.

Nichts desto trotz bin ich kein absoluter Gegner vom Valentinstag. Eigentlich ist es doch ganz nett seinem Partner, der besten Freundin, dem besten Freund zu sagen, dass man froh ist, sie an seiner Seite zu haben.

Was passt da bei Männern nicht besser als ein leckeres Essen? Und damit wir Frauen auch nicht zur kurz kommen, gibts doch noch ein wenig rosa, Herzchen und Tüddelkram. Was muss, dass muss!


Für ein perfektes Essen gehört natürlich eine Herzpizza (Pizza geht schließlich IMMER bei Männern), Obstspieße in Herzform und eine zuckersüße Himbeerschokolade dazu. Aber auch die Deko darf natürlich nicht vergessen werden und so dachte ich mir, ihr bekommt hier ein Rund-um-Sorglospaket mit allen DIY-Anleitungen zum nachmachen!


Fangen wir mit der Tischdeko an. Um eine kleine Vase bindet ihr einfach mit Hilfe von farblich passendem Bakerstwine oder jedem anderen hübschen Faden eine Tortenspitze und macht noch eine kleine Schleife rein. Die Tortenspitzen bekommt ihr momentan fast überall zu kaufen. Ich hab meine von Nanu Nana.


Mit Hilfe von Heisskleber klebe ich dann noch in die Mitte der Schleife ein kleines Herz aus Moosgummi (ebenfalls Nanu Nana). In die Vase kommen dann ein paar Kirschzweige und mit ein paar Klecksen Heisskleber kleb ich noch mehr von den Herzen an den Zweigen fest und fertig ist auch schon die erste Deko. 


Da noch so viele Herzen übrig waren und ich sie zu schade zum "nur auf den Tisch streuen" fand, hab ich mir kurzerhand eine kleine Girlande daraus gebastelt. Als Untergrund dient wieder eine Tortenspitze. Darüber wird der Bakerstwine gelegt und fixiert wird alles wieder mit einem Klecks Heisskleber und einem Moosgummiherz. Wer die schlichtere Variante bevorzugt, klebt einfach nur das Bakerstwine an den Herzen fest. Mir gefallen beide Varianten sehr gut und von daher durften auch beide an die Wand.




Ein paar hübsche Bilder passen immer. Ich mag es, diese passend zum jeweiligen Thema zu gestalten. Hier habe ich es mir aber einfach gemacht und beide Vorlagen kostenlos über Pinterest ausgedruckt und nur noch eingerahmt. Hier gelangt ihr zur kleinen Version und hier zum großen Bild.


Für die Pizza habe ich mir diesmal Fertigteig gegönnt. Natürlich könnt ihr auch selber einen Pizzateig machen. Diesen so weit es geht auseinander ziehen und dann mit Hilfe einer aus Backpapier ausgeschnittenen Schablone ein Herz aus dem rohen Teig schneiden. Die Soße auf dem Teig verteilen und dann schon den geriebenen Käse gleichmäßig oben drauf geben.



Natürlich muss die Salami auch in Herzform sein und mein erster Versuch mit einem Keksausstecher scheiterte gnadenlos. Aber kein Problem, nehmt euch einfach eine saubere Schere, klappt die Salamischeibe zur Hälfte um und schneidet dann die Herzen aus. Ich hab jeweils zwei Herzen aus einer Scheibe bekommen, so bleibt nicht zu viel übrig und das was übrig bleibt, schnappelt sich so zwischendurch weg ;)



Während die Pizza im Ofen knusprig wird, kümmern wir uns um die Obstspieße. Ich habe drei verschiedene Melonensorten gewählt und eine Babyananas. Die Melonen habe ich mit der aufgeschnittenen Seite aufs Brett gelegt und sie in 1-2 cm dicke Scheiben geschnitten ohne sie zu schälen. Das gleiche habe ich mit der Ananas gemacht und diesmal kam dann auch der Keksausstecher zum Einsatz. Damit könnt ihr dann die Herzen relativ einfach ausstechen.



Die Herzchen spießt ihr dann in beliebiger Reihenfolge auf ein Holzstäbchen und legt diese nebeneinander auf Backpapier aus. Jetzt kommt der Spassteil! Kuvertüre schmelzen und dann in Fäden über die Spieße ziehen. Wer schnell ist, kann noch ein paar bunte Perlen in die noch flüssige Schokolade streuen. Ich musste mich zurück halten nicht noch mehr Perlen drüber zu schütten. Das macht aber auch Spass! :D





Nun gehts an die Heiße Himbeerschokolade. Ich sag euch gleich, die ist seeehhhrrr mächtig und seeehrrr süss! Da mir hier der Akku der Kamera versagt hat, gibts nur ein Bild der Zutaten, was aber nicht weiter dramatisch ist, denn viel gibt es nicht zu beachten.


Ihr benötigt:

+ ca. 300 g TK Himbeeren
+2 EL Zucker
+ 2 Cups Milch (ca. 470 ml) 
+ 1/2 Cup Sahne (ca. 120 ml)
+ 150 g weiße Kuvertüre
+ Vanille Extrakt / Vanillezucker
+ 1 Prise Salz

Den Zucker gebt ihr auf die aufgetauten Himbeeren und lasst das Ganze ca. 10-15 Minuten stehen, bis der Saft der Himbeeren austritt. Danach werden die Himbeeren püriert und durch ein feines Sieb gestrichen, damit die Kerne herausgefiltert werden. Übrig bleibt Himbeerpüre.

In einem Topf erwärmt ihr die Milch und die Sahne. Aber nicht kochen! Sobald sie kurz vorm kochen ist nehmt ihr den Topf vom Herd und gebt die weiße Kuvertüre, am besten schon klein gehackt, hinzu und rührt so lange, bis sie geschmolzen ist. Dann kommt noch das Himbeerpüree (ca. die Hälfte der Masse) , die Vanille und die Prise Salz dazu. Ordentlich umrühren und fertig.

♥♥♥

Ich habe mich an das Rezept gehalten und muss sagen, das es sehr mächtig ist. Vielleicht ist es besser die Sahne wegzulassen und die weiße Kuvertüre auf 100 Gramm oder weniger zu reduzieren. Das bleibt aber euch überlassen.

Die heiße Himbeerschokolade in Gläser füllen und fische Schlagsahne als Topping oben drauf geben. Ein paar bunte Perlen oben drauf und noch ein paar Himbeeren, die ich extra für die Deko zurück gelegt hatte.


Der Tisch ist gedeckt, die Pizza mittlerweile fertig und kann auch auf den Tisch zu all den anderen tollen Sachen. Bleibt mir nur noch zu sagen: Habt einen schönen und vor allem entspannten Valentinstag mit euren Liebsten. Nehmt den "Zwang" dieses Tages nicht zu ernst. Freut euch, dass ihr euch habt, genießt euch und manchmal sind ein paar liebe Worte viel mehr Wert als die gekaufte "Muss-Rose" für 5 Euro von der Tanke ;)

Wer dann doch lieber auf die altmodische Art den Valentinstag einläuten möchte, sollte mal auf Eventkingdom vorbei schauen. Noch ist genug Zeit hübsche Valentinskarten zu versenden. Ich muss gestehen, ich habe noch nie eine Valentinskarte bekommen. Schade eigentlich, freu ich mich doch immer so, wenn Post im Briefkasten ist. Also ran an den Stift und schreibt mir *lach*