#ileftmyheartin ♥ NEW YORK ♥



Heute wird's ein wenig rührselig auf dem Blog. Ich greif mal ganz tief in meine Erinnerungen, wühle durch längst vergessene Gefühle und nehme euch mit auf eine kleine Gedankenreise. GetYourGuide hat eine Bloggeraktion #ileftmyheartin ins Leben gerufen und will die tollsten Geschichten hören zum Thema Herzensstadt. 




Ich sitze auf meinem Sofa und gehe im Kopf sämtliche Städte und Länder durch, die ich schon besucht habe. Von London, über Miami, bis nach Kenia mit einer atemberaubenden Safari war alles dabei. Auch Fuerte Ventura, Mallorca, Tunesien, Griechenland oder die umliegenden Länder um Deutschland habe ich schon gesehen. Erinnerungen blitzen an einige Urlaubserlebnisse auf, ich lehne mich zurück und genieße es in diesen Erinnerungen zu schwelgen. Sogar ein Bombenalarm Nachts im Hotel war mit dabei. Ja ich habe viel von der Welt gesehen und ich bin dankbar dafür aber keine Stadt hat mich so beeindruckt und sich so fest in mir verankert wie New York. Und das aus vielen emotionalen Gründen.

Im Dezember 2000 sind meine Mama und ich für 5 Tage nach New York geflogen. Wir hatten noch ein paar Dollar von unserer Reise nach Miami übrig und mussten somit nur den Flug zahlen. Shopping war also gesichert! Unser Hotel lag in New Jersey und da Mama kein Englisch kann, fuchtelte sie sich mit Händen und Füßen an der Rezeption durch. Ich war damals 18 und mir war das alles Megapeinlich! Geht mal gar nicht! Unser Zimmer war schön und ich war erstaunt, dass wir ernsthaft jeder ein eigenes 1,40 Bett hatten. Wie im Film. Toll! Aufregende Tage standen uns also bevor und ich war voller Vorfreude darauf.

Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus von New Jersey nach New York und von da an sind wir gelaufen bis zum Abend bis wir wieder ins Hotel zurück gefahren sind. New York jemandem zu beschreiben, der noch nie da war ist fast unmöglich. Allein diese gigantischen Häuser! Jeder Touri wird sofort enttarnt, weil er beim Laufen nur nach oben starrt um irgendwie die Größe zu fassen. Menschenmassen laufen sich entgegen und weichen sich koordiniert aus wie ein Vogelschwarm der plötzlich seine Richtung ändert. Da muss man sich erst mal dran gewöhnen und mithalten. 


New York um die Weihnachtszeit zu besuchen ist magisch. 4 Meter hohe Christbaumkugeln stehen übereinander gestapelt als Dekoration mitten auf der Straße, überall hört man Weihnachtsmusik aus den Geschäften und auch wenn wir Plusgrade und so viel Sonne hatten, dass man ohne Jacke laufen konnte, fühlte ich die Weihnachtsstimmung so sehr. Hektische Menschen rannten durch Macy´s und machten Weihnachtseinkäufe, viele Weihnachtsangebote lockten an jeder Ecke, die Touristen mittendrin mit ihren Fotoapparaten, überall hörte ich den Gesprächsfetzen zu und fühlte mich einfach so wohl. 



Nahe des Times Square haben wir einen Burgerladen gefunden, der so gigantisch lecker war, dass wir eigentlich jeden Tag dort essen waren. Und danach haben wir uns noch auf eine Parkbank in die Sonne gesetzt und New York auf uns wirken lassen. Wie kann eine Stadt so unglaublich sein? Diese Faszination hält mich nach 16 Jahren immer noch so fest, ich höre die Geräusche der Stadt, ich höre die Menschen, sehe die unglaublich großen Gebäude vor mir die einfach nicht aufhören wollen in den Himmel zu ragen. Und ich sehe das World Trade Center. Ich stehe vor diesen imposanten Zwillingstürmen, die Sonne spiegelt sich in den Fenstern, so dass ich meine Hände als Schutz vor die Augen halten muss und ein Schauer jagt mir über den Rücken. Wer konnte ahnen, dass sie nicht mal ein Jahr später dem Erdboden gleich gemacht werden? Und genau hier fängt meine  wahre Verbundenheit zu New York an. Denn auch das gehört zur Geschichte.

Am 11. September 2001 war ich zu Hause und meine Mutter rief mich von Arbeit aus an ich soll den Fernseher anmachen. Gerade war das erste Flugzeug in einen der Türme gestürzt. Wie gebannt saß ich vor dem Fernseher, starrte auf das Unfassbare und überlegte, ob das wirklich real ist? Mir läuft eine Gänsehaut über den ganzen Körper, ein nicht definierbares Gefühl macht sich in mir breit, alles um mich herum ist ausgeblendet, ich sehe nur die Bilder im Fernseher vor mir und mir wird übel. Überall schreiende Menschen - sie springen aus den Türmen weil sie nicht mehr weiter wissen! Die Bilder brennen sich in meinem Kopf fest, entsetzt und ohne einen klaren Gedanken lasse ich die Bilder auf mich nieder prasseln. Die Nachrichtensender überschlagen sich - meine Gedanken überschlagen sich mit. Da unten! Da liegen überall die Leichen der eben gesprungenen Menschen. Da unten stand ICH nicht mal 9 Monate zuvor! Mir laufen die Tränen unaufhörlich über die Wangen. Ich spüre jeden einzelnen Schmerz und jede Angst und Unfassbarkeit der Menschen deren Gesichter ich von den Kameras gezeigt bekomme. Der zweite Turm stürzt ein und so langsam werden mir die Ausmaße klar. Es schnürt mir die Brust zu, ich verstehe den Sinn nicht, sehe nur so viele Tote, Verletzte so unendlich viel Leid. Leid was auch in diesem Moment zu meinem Leid wird, zu meiner Verbundenheit und Liebe zu dieser Stadt! Patriotismus macht sich augenblicklich in mir breit und dieses Gefühl wird ab da an immer in meinem Herzen sein. Ich habe alles an Nachrichten und später auch Dokumentationen über die Anschläge verschlungen, bin jedes Jahr zum Jahrestag mit den Gedanken bei den Familien und fühle immer noch die Gänsehaut auf meinem Rücken, als ich genau vor den Zwillingstürmen stand und das Ende der Hochhäuser nur erahnen konnte.


New York zu sehen und zu erleben war gigantisch und unbeschreiblich. All diese wundervollen Menschen und die Dynamik. All das hat mich überwältigt und das habe ich noch nie so vorher gesehen und jedem der mich gefragt hätte wie ich New York finde hätte ich gesagt "Wow! Diese Stadt ist der Hammer, du musst sie gesehen haben!" Nach dem 11. September ist da aber noch viel mehr in mir. Wenn ich jetzt an New York denke fühle ich so unglaublich viel - so viel Verbundenheit, so viel Herzblut. So viel Liebe für diese Stadt. Ich kann es kaum in Worte fassen. 


Beim Schreiben kamen all die Gefühle wieder hoch, mir rollen ein paar Tränchen über die Wangen. Die Welt ist manchmal einfach ein Arschloch. Ich will heile Welt mit Ponyhof! In diesem Sinne heißt es einmal tief durchatmen und lieber noch ein wenig in der Vergangenheit vor den Anschlägen stöbern. Weiter gehts in der Geschichte...



Mama und ich waren unter anderem auch in Chinatown. Vor den Läden standen große Weidenkörbe in der sich allerhand getummelt hat. Ja wirklich getummelt! Sei es Krebse oder Muscheln und sogar Schildkröten konnte man dort kaufen. Ich hätte sie am liebsten alle gerettet und dort ausgesetzt, wo sie ein glückliches Leben führen können. Die heile Welt eben. Ein paar Straßen weiter standen wir vor einem Eckrestaurant, dessen Fensterscheiben aus Aquarien bestanden. Ich staunte nicht schlecht, sah mir die verschiedenen Fische an, die durch die unterschiedlichsten Aquarien schwammen und sah dahinter die Menschen beim Essen. Ein Aquarium schien leer zu sein also ging ich einen Schritt näher ran um den Inhalt besser zu erkunden. Nichts zu sehen. Nur irgendwelche komischen Äste von Bäumen. Moment mal... Äste in einem Aquarium? Mein Gehirn brauchte ein paar Sekunden um die "Äste" richtig zuzuordnen und ich machte einen riesigen Satz nach hinten. Das Aquarium war fast komplett ausgefüllt mit einer Monsterkrabbe! Die ca 5 cm dicken "Äste" waren die Beine! Könnt ihr euch vorstellen wie groß die Krabbe dann war? Mir ist ja eh alles unheimlich was groß ist und sich bewegt, aber das war ein Schrecken, den ich eine ganze Weile verdaut habe! Und Mama hatte ihren Spass...



Wir haben es in den 5 Tagen ordentlich krachen lassen und mussten uns dann irgendwann auch ernsthaft Gedanken über größere Koffer machen. Also kauften wir auch tatsächlich welche um all unser Hab und Gut unterzubringen. Die Abende im Hotelzimmer liefen eigentlich immer gleich ab. Wir hatten im Flur vor den Zimmern einen Getränkeautomaten und daneben einen Eiswürfelautomaten. Mama tapperte immer mit einer großen Schüssel los, füllte diese bis zum Rand mit den Eiswürfeln, setzte sich aufs Bett und kühlte dann ihre Füße in der Eiswürfelschale weil ihr diese vom vielen Laufen so weh getan haben (Bitte verzeih, dass ich die Geschichte aufschreibe Mama, aber ich muss gerade so herzlich lachen bei dem Gedanken daran! Das Bild war göttlich!). Ich habe währenddessen auf dem Bett gesessen und die neuen Errungenschaften ausgepackt und begutachtet. Unter anderem wollte ich zwingend so ein Wandtelefon mit unendlich langer Schnur haben, wie damals in der Serie Roseanne wo das Telefon in ihrer Küche hing. Zusätzlich wollte ich das typische schnurlose Telefon haben, was in jedem Film zu sehen war. Von Klamotten brauch ich glaub ich gar nicht erst zu erzählen oder? Die Koffer wurden immer voller... und schwerer! 



Der Tag der Abreise nahte und wir quetschten alles was wir hatten in die neuen größeren Koffer und fuhren langsam Richtung Flughafen. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie viel wir an kg zurück mitnehmen durften, aber eins war sicher: Diese Grenze hatten wir locker überstiegen!

Ich wuchtete meinen Koffer beim Check in auf das Förderband und linste heimlich auf die Waagenanzeige. Über 50 kg zeigte diese pro Koffer an und ich sah und schon am Flughafen sitzen und die Koffer aussortieren. Aber die Dame blieb ganz cool und sagte kein Wort. An Board des Flugzeuges erkannten wir auch den Grund. Die Maschine war nicht mal zur Hälfte besetzt, so dass es glücklicherweise nicht so wichtig war, dass wir Übergepäck hatten. Praktischerweise hatte so fast jeder Passagier eine ganze 3er Reihe für sich und wir konnten uns lang machen und den Flug fast komplett verschlafen. In Berlin gelandet gab es noch die kleine Hürde des Zolls. Wir holten unsere Koffer vom Gepäckband, buckelten sie Richtung Ausgang und Mama flüsterte mir leise zu "Tu so als ob dein Koffer ganz leicht ist wenn du ihn an den Zollbeamten vorbei ziehst!!!!" Haha! Witzbohne! Also setzte ich ein fröhlich entspanntes Gesicht auf, während sich meine Hand verkrampfte und während wir uns Anekdoten über unseren Urlaub um die Ohren warfen und darüber lachten, huschten wir schnell am Zoll vorbei. Puh, gerade noch mal gut gegangen.





So viele Geschichten und Situationen schwirren gerade durch meinen Kopf und am liebsten würde ich die Augen schließen und mich dort hin denken um alles noch mal zu fühlen und zu erleben. Ich grinse und staune in Gedanken, ich sehe das Kino vor mir in dem Stuard Little gerade anlief, ich sehe den Maler der vor Macy´s stand und mit einem Stück zusammengefalteten Papier und Farbe die Namen der Kunden so wunderschön aufgemalt hat, ich sehe die geschminkte Tussi in Pfennigabsätzen, die dem Penner an der Ecke ein paar Dollar in seinen Pappbecher schmeißt und ich darüber erstaunt bin und mich freue. 

Oder wie wir ins Outletcenter gefahren sind und Mama mit 3 Brocken Englisch dem Taxifahrer gesagt hat wo wir hin wollen und das sie ihn wieder anruft, wenn er uns abholen soll. Von Person zu Person geht das immer noch, aber ihr könnt euch meinen Lachanfall vorstellen, als Mama am Telefon hing und was faselte von "Outletcenter... hier... yu kam hier... ja? Man was erzählt der denn da? Der soll uns doch nur einsammeln... hier mach du mal!" Ich sehe mich wie ich die Daunenjacke, die ich damals dort gekauft habe vor nicht mal 3 Wochen entsorgen musste, weil sie einfach durch war nach all den Jahren und wie schwer es mir gefallen ist Abschied zu nehmen. Aber eigentlich ist es doch nur ein banales Kleidungsstück oder?! Nein es ist eine Erinnerung wie ich mit Mama am letzten Tag in dem Laden stand und überlegte ob ich diese Jacke nun noch mitnehme oder nicht, ob sie überhaupt in den Koffer passen wird. 

Ich sehe einfach wie sehr mein Herz an dir hängt New York  du fehlst mir sehr...
















Ein neues zu Hause für die Chins

Schon Anfang letzten Jahres wollte der Mann einen neuen Käfig für die Chinchillas bauen. Er plante und zeichnete, warf alles wieder über den Haufen und vergaß auch eine Zeit lang den Käfigbau. Kurz vor Weihnachten sprudelte er über vor Langeweile  Energie und am liebsten hätte er mir den halben Baumarkt ins Haus geschleppt. Da mir aber schon klar war, dass das vor Januar nix wird, hab ich ihm das schnell wieder ausgeredet.

Nun war es endlich soweit und er hat in seiner letzten Urlaubswoche mit dem Käfig angefangen. Ich durfte nicht wirklich mitbestimmen (wie blöd ist das denn?!) sondern höchstens mir Gedanken über die Inneneinrichtung machen. Na immerhin etwas. Während ich schon arbeiten war bohrte, sägte und schraubte der Mann wie ein wilder vor sich hin. Ich bestellte schon mal ein paar neue Sachen für die Inneneinrichtung und das Rohgerüst des Käfigs stand innerhalb von 4 Tagen.

Hier seht ihr die Ecke, wie der alte Käfig vorher stand. Dadurch, dass die offene Seite zur Treppe blickt, sah man doch viel vom Käfig und er wirkte sehr wuchtig im Raum. Einfach blöd platziert.



Jetzt steht er an der Kurzen Wand neben der Treppe und wirkt dadurch und durch das hellere Holz viel angenehmer, der Raum an sich wirkt auch viel größer. Das Gesamtbild passt halt mehr.


Ganz unten habe ich jetzt eine große Schubladen in der alle Futtersachen verstaut werden können. Sehr praktisch! Vorher stand immer alles auf dem alten Käfig oben drauf (sieht man auf dem Vorher Foto nicht mehr) und dadurch wirkte es immer unordentlich. Nun verschwindet alles in der Schublade und ich komm auch leichter ran.


Dadrüber beginnt der Käfig und damit nichts vom Einstreu raus fällt geht ein langes Brett quer am Käfig entlang. Ich fand es etwas zu wuchtig und so kamen wir auf die Idee das Brett mit Gucklöchern aufzulockern. Dahinter ist Plexiglas, so dass die Chins nicht raus können, oder gar die Katzen reingreifen können. Mir gefällt es so wunderbar und die Katzen haben auch ihren Spass durch die Löcher zu schauen oder mit den Pfoten an die Scheiben zu tatschen...


Die Seite vom Käfig die zur Treppe zeigt ist übrigens komplett aus Plexiglas. So wirkt der Käfig nicht zu wuchtig und hallloooooo wir haben das perfekte Katzenkino! Wie bei einem spannenden Krimi saßen sie auf der Treppe und konnten genau das Geschehen im Käfig beobachten! Aber keine Angst, die Chins sind die Katzen gewöhnt und wissen, dass ihnen nichts passieren kann. Sie stänkern sogar extra noch - flitzen nach vorne (Katze ist angejuckt und zappelt hektisch vorm Käfig), Chinchilla flitzt nach hinten und feixt sich eins (Katze guckt irritiert) - Chinchilla hopst wieder nach vorne ans Gitter (Katze versucht aufgeregt die viel zu große Pfote in den Käfig zu stecken) - Chinchilla schnüffelt an der Pfote (Katze dreht vor Aufregung am Rad) - Chinchilla denkt sich "Och dich foppen wa noch mal" und hüpft wieder nach hinten. So geht es immer und immer wieder... 

Mu & Pünktchen

Karlchen

Eingerichtet sieht der Käfig übrigens so aus. Ich liebe die Idee mit den Weidenästen als Brücke von Etage zu Etage. Unten auf dem Boden steht das Sandbad, Laufrad, Tonröhren und noch eine dicke Korkrinde. Wenn es wärmer wird, wollen wir mal auf dem Feld nach ein paar großen Birkenästen Ausschau halten, die dann noch quer reingestellt werden können.



Die Umsiedlung hat super geklappt. 2 Stunden haben sie nicht ganz verstanden was Sache ist, saßen nur auf der unteren Etage aber dann hat es Klick gemacht und seit dem hopsen sie durch den Käfig als wäre es schon immer ihrer gewesen. Sie fühlen sich sichtlich wohl, alles wird beschnüffelt und angeknuspert und natürlich werden auch schon die Katzen geärgert falls sie zu nah ans Gitter oder die Plexiglasscheibe kommen. Über die Weidenbrücken wird getobt wie wild, darüber freu ich mich sehr, da ich nicht wusste ob sie es annehmen würden. Immerhin wackeln die Brücken etwas und sind nicht so starr wie zb. ein Brett und anfangs war ihnen das auch nicht geheuer. Aber mittlerweile ist der Käfig von oben bis unten erkundet und zu ihrem neuen Häuschen erklärt worden. Ich freu mich riesig! 

Und wie man im letzten Bild sieht steht der neue Schlafplatz der Katzen auch fest *lach*






Aus ALT mach NEU: Upcycling in der Weihnachtszeit




Kopfüber hänge ich in den Weihnachtskisten und packe meine Deko aus, sortiere von A nach B und halte meine alten Keksdosen in der Hand. Mhhh... naja nicht so doll. Irgendwie sogar ganz schön hässlich... Aber sie sind auch zu schade zum wegwerfen, da sie eigentlich noch top in Ordnung sind. Ein paar Bastel-Gedanken und Tage später hatte ich komplett neu aussehende Keksdosen in der Küche zu stehen und war vollends zufrieden. 

Wie ihr aus den alten hässlichen Keksdosen neue schicke Dosen zaubert, zeig ich euch hier.


Die alten Keksdosen habe ich ganz leicht mit Schleifpapier angeschliffen um einen angerauhten Untergrund zu schaffen. Innen habe ich die Ränder mit Kreppband angeklebt und mit zerknülltem Zeitungspapier ausgestopft, damit dort keine Farbe hinkommt. Und dann gehts auch schon ans Lackieren. Ich habe 4-5 hauchdünne Schichten mit der Sprühdose aufgetragen und jeweils 10-15 Minuten dazwischen trocknen lassen.



Für die Zahlen auf den Deckeln habe ich aus Fotokarton eine Schablone gebastelt, diese mit Non Permanenten Sprühkleber aufgeklebt und die Zahlen mit schwarzer Farbe aufgesprüht.


Das Dorf, der Schlitten und die Sterne sind am Schneideplotter entstanden und aus Vinylfolie ausgeschnitten und aufgeklebt. Wenn ich die Dosen dann passend stapel, habe ich eine kleine Stadt, über die der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten fliegt, während über ihm die Sterne im Himmel leuchten. Na wenn das mal nicht idyllisch ist?

Ich freu mich riesig über meine neuen Dosen und bin ganz begeistert, wenn die umgesetzten Ideen letztendlich noch besser aussehen als gedacht. Damit steht eindeutig fest: Am Wochenende werden Kekse gebacken! 






Ich nehme mit diesem Post bei RUMS und der DIY-Blogparade teil.










Weihnachtspunsch mit Nüssen [-Rezept-]



15 Grad und Sonnenschein. So habe ich mir Nikolaus dieses Jahr nicht vorgestellt. Wir waren heute das erste mal auf dem Weihnachtsmarkt und haben uns von den vielen wundervollen Gerüchen verzaubern lassen. Champignonpfanne hier, Waffeln da und natürlich darf der Glühwein nicht fehlen. 

Seit Jahren liebe ich meinen einen Glühweinstand. Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich darauf dort wieder hinzugehen und genau diesen einen Glühwein zu trinken. Da das aber doch ganz schön ins Geld gehen kann, dachte ich mir den kannste auch selber machen. Gesagt - getan! 

Und das Beste: Es geht ratzfatz und eignet sich auch super für den Adventssonntag zu Hause. Wer möchte schon in der kuscheligsten Zeit des Jahres ewig schnibbeln und am Herd stehen, wenn man doch lieber auf dem Sofa liegen kann um tolle Filme zu schauen? Also sind SCHNELL & LECKER hier die Stichwörter. 

Du brauchst dafür die einfachsten Dinge:

+ eine Flasche Glühpunsch alkoholfrei oder Glühwein
+ eine Packung Studentenfutter
+ 1 Orange
+ Schlagsahne

Optional noch Vanilleextrakt, Bratapfelzucker, Zimtstangen oder was dir sonst noch an winterlichen Gewürzen beliebt.



Die Zubereitung ist eigentlich fast selbsterklärend. Die Orange schälst du und schneidest das Filet heraus. Oder du schneidest einen Bioorange in Stücken und gibst sie mit der Schale in den Punsch, den du bereits in einen Kochtopf gegeben habt. 



Die Nüsse kommen auch noch mit in den Topf sowie etwas Vanilleextrakt und 1 EL vom Bratapfelzucker. Ca  5-10 Minuten erwärmen und durchziehen lassen und dann in schöne Gläser umfüllen. Kräftig Schlagsahne oben drauf (wildes Jubeln der Kalorientierchen), ein wenig mit dem Bratapfelzucker dekorieren und fertig ist ein superleckerer Glühpunsch mit ein paar Nüssen zum knabbern. Die Nüsse machen den Glühpunsch zu etwas Besonderen finde ich. Mittlerweile möchte ich auch gar keinen mehr ohne Nüsse. Da fehlt doch dann was! Ich liebe diese Variante, die sich auch jedes mal abändern lässt. Ob nun die alkoholfreie Variante wie hier, oder mit richtigem Glühwein, oder zusätzlich mit einem Schuss Amaretto. So viel ist möglich und mit der passenden Weihnachtsmusik wird einem auch bei 15 Grad ganz weihnachtlich wenn es im ganzen Haus so lecker duftet. 






Ich wünsch euch eine wunderschöne Adventszeit mit vielen tollen Momenten und der ein oder anderen Glühpunschtasse am Adventssonntag. 






Krups 2in1 Touch Kaffeevollautomat



Holla die Waldfee! Ich war einer der 50 Auserwählten, die den neuen Krups 2in1 Kaffeevollautomaten testen durfte. Mit TOUCH! Da schlägt mein Technikherz ja gleich 3 Sprünge schneller. Es hat nen STECKER UND TOUCH!  Jackpot   :D/

Und vor allem war es das erste mal, dass ich einen Kaffeevollautomaten vor meiner Nase hatte. Also zu Hause, so richtig bei mir zum benutzen. Nicht nur bei Media Markt a la "Nur gucken, nicht anfassen". Ich bin also Jungfrau in Sachen Kaffeevollautomat.

Umso aufgeregter war ich, als ich das gut Stück endlich geliefert bekommen habe und auspacken durfte. Puh! Und das noch spät Abends. Aber ich kann bei sowas ja auch immer nicht abwarten. Momentan habe ich eine Nespresso Kapselmaschine und allein der Größenunterschied ist schon gewaltig.



 Der Krups Kaffeevollautomat verspricht vollmundigen Kaffee, bietet ein Farbdisplay und natürlich TOUCH. Klingt nach einer guten Werbekampagne der ich zu gerne verfalle. Gute Werbung zieht bei mir immer und ich möchte es sofort besitzen ;))



Optisch sieht der Vollautomat echt super aus und spricht mich vollends an. Und auch Zubehörtechnisch wurde einiges mitgeliefert. So befinden sich unter anderem noch ein Schlauch für den Milchschaum, eine Reinigungsflüssigkeit, ein Entkalkungsbeutel, ein Wasserfilter und die Anleitung mit im Paket. Alles was man für den Anfang braucht. Beim ersten Benutzen der Maschine werden einige Einstellungen abgerufen wie zb die Sprache, das Tagesdatum und die Uhrzeit und ganz wichtig auch die Härte des Wassers. Dazu ist auch ein Teststreifen mit dabei und anhand dieser Angabe stellt man dann die Maschine ein. Ein Wasserfilter wird mitgeliefert, der aber ca. alle 2 Monate gewechselt werden muss. Da ich zusätzlich einen Brita Wasserfilter nutze und sowieso schon vorentkalktes Wasser in die Maschine kommt, komme ich evtl. länger mit dem internen Filter von Krups hin. An sich aber eine tolle Idee.





Auf der linken Seite befindet sich der Behälter für den Kaffeesatz. Einfach rausziehen, entleeren und fertig. Sehr einfach gehalten, das gefällt mir. Kein kompliziertes rumwurschteln und auseinanderbauen. Zum Kaffeesatz sage und zeige ich später ein wenig mehr.


Oben befindet sich der Einlass für die Bohnen. Hier passen 250 g rein und der Deckel wird einfach nur aufgelegt. Dank Gummidichtung klappert hier aber auch nix und alles ist (Aroma)dicht. Viele haben im Test bemängelt, dass die Maschine nicht anzeigt, wenn sich die Bohnen dem Ende neigen und irgendwann nur noch Wasser aus der Maschine kommt. Mich stört das weniger. Ganz durchsichtig ist der Deckel zwar nicht, aber man kann schon noch erkennen, ob Bohnen vorhanden sind oder nicht. Für mich also kein Minuspunkt. Man kann an dem Rädchen in der Mitte noch zusätzlich den Mahlgrad zwischen Fein Mittel und Grob einstellen. Leider wird in der Bedienungsanleitung nicht auf die jeweiligen Einstellungen eingegangen. Logischerweise ist die große Bohne grobes Mahlen, die kleine Bohne zeigt an, dass der Kaffee ganz fein gemahlen wird.



Der vordere silberne Teil dient als Tassenwärmer, wurde von mir aber nicht benutzt. Ich will nicht, dass noch mehr Klimbim rumsteht, als nötig. Tassen gehören in den Schrank... /:) Unter dem Tassenwärmer, den man ganz leicht abnehmen kann, befindet sich übrigens der Einlass für die Reinigungstablette. 




Hinter dem Kaffeebohnenbehälter befindet sich auf der Rückseite der Wassertank. Nette Idee diesen mit einem kleinen Henkel auszustatten. Ich mag solche durchdachten Kleinigkeiten und es fällt so definitiv leichter den Behälter rauszunehmen. 1.7 Liter können eingefüllt werden.




Hier sieht man noch mal ganz gut den Wasserfilter, der mit Hilfe dieses schwarzen "Dings" in den Tank eingesetzt wird. Eine ganz schöne Fummelei und auch in der Anleitung sehr blöd erklärt, da es dazu nur Bilder gibt und diese nicht mal ausführlich. Wenn man es aber einmal geschafft hat, ist die Logik klar und dann klappt es auch beim nächsten mal.






Kommen wir nach den Grundeinstellungen nun zum täglichen Handling der Maschine. Das Wichtigste für mich! Blöd ist, dass meine geliebten Ikea-Gläser nicht unter die Maschine passen. Nun ja. So schlimm ist es nicht, aber schade. Im weiteren Verlauf des Tests habe ich meine hunderttausend riesigen Kaffeepötte wiederentdeckt, die ich wie verrückt sammle, und nutze seit dem nur noch die. Ist auch viel schöner mit nem Henkel die Tasse anzuheben und damit gemütlich auf dem Sofa zu sitzen, als sich die Finger am Glas zu verbrennen. Warum ich darauf nicht vorher gekommen bin? Endlich kann der Mann nicht mehr meckern, wenn ich mir eine neue schöne Tasse kaufe... : 




Nach dem Einschalten zeigt sich das Touchdisplay in Farbe in seiner vollen Form. Es ist absolut selbsterklärend und so leicht zu bedienen, dass ich fast gar nichts dazu schreiben kann. Ihr seht hier auf den unteren zwei Bildern, was ihr für Kaffee/Milchmöglichkeiten habt.




Durch auswählen einer dieser Optionen gelangt ihr dann in ein wie ich finde großartiges Menü. In diesem Falle habe ich mir einen Latte gemacht. Ihr habt hier die Möglichkeit sämtliche Sonderwünsche einzustellen. Wie stark soll der Kaffee sein, wie viel Kaffee soll in ml gebrüht werden und wie viel Milch soll in die Tasse fließen? So könnt ihr jede beliebige Tassengröße wirklich komplett füllen und seid nicht auf die Voreinstellung der Maschine angewiesen. Und ihr könnt eure eigenen bevorzugten Einstellungen auch noch als Favoriten speichern, so dass ihr nicht jedes mal wieder neu experimentieren müsst. TOP!!!:)>-



Die Milch kommt über einen Milchschlauch, der einfach angesteckt wird, in die Tasse. Ich mag es, dass man einfach nur die Milchverpackung hinstellen kann und nicht noch extra Milch in einen gesonderten Behälter füllen muss. Nur der Milchschlauch an sich gefällt mir nicht so, da man ihn nie zu 100% sauber bekommt. Ich spüle ihn allerdings nach jedem Benutzen einmal mit klarem Wasser durch. Ich hab euch mal in Bildern festgehalten, wie die Zubereitung eines Latte abläuft.



















(51 Grad nach der Zubereitung / Linker Wert zählt)

Nach jeder Kaffeezubereitung befindet sich ein rotes Ausrufezeichensymbol im Display, welches die sofortige Durchspülung anbietet. Das finde ich super und habe ich auch immer genutzt. Für mich bedeutet es nur zwei mal drücken und die Maschine spült sich einmal kurz durch. Und das macht sie auch wirklich gründlich. Zusätzlich spült sie sich auch bei jedem Anschalten einmal kurz durch. Perfekt um sie so sauber wie möglich zu halten.




Zusätzlich lässt sich die Einheit auch einfach auf Knopfdruck herausnehmen und selber noch mal per Hand spülen. Muss aber meines Erachtens nicht jedes mal nach Gebrauch sein, da das Durchspülen durch die Maschine wirklich gut ist. 





Die Maschine zeigt an, sobald die Behälter geleert werden müssen. Der Auslaufbehälter wird nach meinem Empfinden schon sehr voll, so dass man vorsichtig zum Waschbecken laufen muss um nichts zu verschütten. Ich stelle zum Spülen übrigens immer eine Tasse drunter, so wird der Auslaufbehälter nicht ganz so voll und ich muss auch nicht ständig die Spritzer wegwischen.




Der Kaffeesatz ist schnell entleert und was ich hier wirklich als sehr positiv anmerken muss: Er ist knochentrocken! Da reicht es völlig ihn auszuschütten. Sehr sehr gut! Das mag auch daran liegen, dass die Brühgruppe komplett aus Edelstahl ist und nicht wie bei anderen Maschinen aus Plastik (Leider kommt man hier nicht ran um sie auch mal zu reinigen) und dementsprechend auch mehr Druck aufbauen kann. Ein sehr großes Plus in meinen Augen. 





Und es geht noch weiter! Beim Kaffeeauslauf findet ihr ein Rädchen, wo ihr den Milchschaum beeinflussen könnt. Dreht man das Rädchen auf Latte Macchiato wie hier auf dem Bild, habt ihr fast gar keinen Milchschaum - eher einen leichten Hauch von aufgeschlagener Milch auf der Oberfläche. Dreht man das Rädchen auf Cappuccino erhält man einen wunderbar fluffigen und auch großvolumigen, feinporigen Milchschaum. Nach meinem Empfinden hätte es genau andersrum sein müssen. 




Toll ist übrigens auch, dass man immer zwei Getränke auf einmal fertigen kann. Das ist natürlich sehr praktisch wenn Besuch da ist oder man einfach zu zweit gleichzeitig einen Kaffee genießen möchte! Man kann übrigens bis zu 1,2 Liter Milchschaum am Stück durchlaufen lassen! Ein weiterer sehr großer Vorteil, da mein Mann keinen Kaffee trinkt, dafür aber liebend gerne Kakao.



Direkt beim Einlaufen in die Maschine hat der Kaffee einen Temperatur von 75 Grad (hier zählt immer der linke Wert).



Der Auslass ist natürlich Höhenverstellbar und passt sich so der jeweiligen Tasse an. Auch Auslass von Milch und Kaffee sind komplett getrennt voneinander. Das finde ich super, denn nichts ist schlimmer, wenn jemand keinen Kaffee mag sondern nur Milchschaum und dann noch die Reste vom vorherigen Kaffeedurchlauf in seinem Milchschaum hat.




Hier seht ihr alle Kaffeesorten nebeneinander. Von links nach Rechts: 
Kaffee, Cappuccino 2x, Latte Macchiato, Americano, Doppio und dadrunter in klein: links Ristretto und rechts Espresso.



Fazit:

Ich hatte unglaublich viel Spass an dem Test und habe definitiv eine Vorliebe für Kaffeevollautomaten bekommen. Ich mag das Design und vor allem die sehr leichte Handhabe der Maschine. Bedienung sowie Reinigung ist sehr einfach und selbsterklärend, bzw sagt einem auch die Maschine was zu tun ist. 

Der Schaum wird super und ich finde es extrem Vorteilhaft das man sich die Kaffee / Milchmenge selber einstellen kann wie man es gerade braucht. Manchmal ist mir nur nach einem normalen Latte, manchmal will ich aber extra viel Milch. Alles kein Problem bei dieser Maschine.

Nachteile gibt es auch ein paar, mit denen man sich aber weitestgehend arrangieren kann. Die Bedienungsanleitung ist so mau, dass man sich eigentlich nur die paar Bilder angucken muss. Zu mehr ist sie einfach nicht zu gebrauchen. Es fehlt viel und vieles muss man sich einfach durch testen selber erarbeiten. Für den Milchschlauch gibt es kein extra Reinigungsprogramm, also muss ich selber ran und durchspülen. Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht, denn beim durchspülen knete ich den Schlauch immer ein wenig, damit sich evtl. Ablagerungen gleich mit lösen können. Dann hänge ich den Schlauch über den Wasserhahn auf, damit alles Wasser auch auslaufen kann. Der Auslauf für das Wasser wird immer Randvoll, so dass man aufpassen muss nichts zu verschütten während man in Zeitlupe zum Waschbecken schleicht. Ein weiterer Nachteil ist ein optischer. Ich habe die Maschine nun 3 Wochen in Gebrauch und man sieht deutlich die Kratzer auf dem Abstellgitter. 




Wenn man über die Nachteile hinweg sehen kann, erhält man hier eine tolle Maschine, die eine Menge leistet und vor allem auch große Familienfeiern übersteht ohne ins Schwitzen zu kommen. Der gewählte Kaffee ist natürlich immer Geschmackssache. Die Maschine sieht super und sehr hochwertig aus und macht einen tollen Eindruck in der Küche. Das Geräusch, wenn sie den Kaffee mahlt, ruft in mir schon die Vorfreude auf einen perfekten Kaffee hervor! Dafür, dass ich das erste Mal einen Kaffeevollautomaten genutzt habe, ist diese Maschine perfekt gewesen! Einfache, verständliche bildhafte Erklärung incl. top Ergebnis