Die geheime Spardose - DIY *Werbung*





Bist du bereit für ein blitzschnelles DIY um dir deine eigene geheime Spardose zu basteln? Sie sieht aus wie ein normales Bild, keiner würde so schnell auf die Idee kommen, dass sich dahinter eine Spardose verbirgt. Und du kannst sie auch noch ganz einfach alleine basteln. Ich zeige dir, wie es geht:



Die Illustrationen habe ich bei www.pixum.de * auf Klebefolie drucken lassen in 30x30 cm. Für das Projekt musste ich sie nachträglich etwas zuschneiden, was aber kein Problem war. Zusätzlich braucht ihr noch einen tiefen Bilderrahmen, ein Cuttermesser, Bleistift, Schere und Lineal, eine Heissklebepistole und die kleinen Etikettenaufkleber **.


Als erstes wird der Rahmen in seine Einzelteile zerlegt. Ich hab mir die Glasscheibe vorgenommen und sie vorsichtshalber noch einmal gereinigt, nicht das nachher beim bekleben Staubkörner zwischen Folie und Glas liegen.

Mit ein wenig Augenmaß und dem Lineal richte ich das Bild nun aus, so dass es mittig liegt. Das ist für mich mittlerweile die schnellste und einfachste Methode und funktioniert immer gut. Danach fahre ich ganz sanft mit dem Bleistift um das Glas rum und habe so die perfekten Linien zum Ausschneiden.




Achtet darauf, dass ihr beim Anzeichen und Ausschneiden sehr genau arbeitet.

Ich löse mir meist die obere Ecke vom Papier ab und ziehe die Trägerfolie entlang der oberen Kante ein paar cm um die Klebefolie besser ansetzen zu können. Hier merkt man übrigens, wie dick das bedruckte Klebepapier ist. Je dicker es ist, umso besser und vor allem leichter kann ich damit arbeiten. Und wenn ihr hier wirklich genau gezeichnet und geschnitten habt, könnt ihr nun die obere Kante des Klebepapiers ganz sauber an die oberen Kante des Glases setzen und vorsichtig die ersten cm am Glas festdrücken. Stück für Stück wird nun die Folie abgezogen und ich wisch dann gerne mit einem Tuch von oben nach, so dass keine Bläschen entstehen können. 





Weiter gehts mit der Rückseite. Ein Loch für das Geld muss ja schließlich auch noch her. Dazu habe ich mir die Etikettenhalter genommen und ungefähr dort hingelegt, wo ich denke, dass es passt. Dann hab ich mir wieder das Lineal genommen und die Halter ausgerichtet. Mit dem Bleistift hab ich die Innenlinien einfach nachgezeichnet, so dass ich weiß, wo ich gleich ansetzen muss.


Mit dem Cutter und dem Lineal als Führung habe ich das Loch ausgeschnitten. Das erfordert gut Kraft, denn die Rückwand ist ordentlich stabil. Mit der Heißklebepistole habe ich das Etikett dann passend aufgeklebt.



Zum Schluss wird der Rahmen nur noch zusammengesetzt. Als erstes kommt die Glasscheibe mit dem Bild nach unten in den Rahmen, darauf lege ich gerne noch den Papprahmen der mit dabei ist, einfach als zusätzlichen Schutz für das Glas von innen wenn das Geld rein fällt. Darauf dann den Abstandshalter und schlussendlich die Rückwand mit dem Loch. 


Und fertig ist die geheime Spardose getarnt als Bild! Dank dem großen Loch kann man es super anhängen und der Rahmen ist auch nicht gleich als Spardose zu erkennen. Ich finde das ist auch eine tolle Geschenkidee zu sämtlichen Anlässen (Hochzeit, Geburtstag, Umzug usw...) und wirklich einfach und kostengünstig hergestellt. 

Die Drucke sind qualitativ so hochwertig, dass mir die Bilder sogar so noch besser gefallen, als wenn die Glasscheibe davor wäre. Das war anfangs nämlich meine Angst, dass es vielleicht nicht so schön aussehen würde wenn das Bild auf der Scheibe klebt. Aber die Sorge war definitiv unbegründet.

Ich wünsch euch ganz viel Spass beim nachmachen! 





**hierbei handelt es sich um einen Affiliate Link
*Kooperation




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DIY - Hochbeete aus Paletten


Wie ihr auf Instagram mitbekommen habt, sind wir momentan im Garten sehr aktiv und versuchen wieder Grund reinzubekommen. Seit unserem Hausbau haben wir kaum was im Garten geschafft, so dass sich alles nur gestapelt hat ohne wirkliche Pflege. Nur Muddan hat ihren Bereich im Garten bepflanzt. Wir haben uns den Garten aufgeteilt, so dass jeder von uns ein Stück für sich hat und dort machen kann was er will. Läuft man am Haus von vorne in den hinteren Bereich, ist dort noch ein ca 4 m breites und 14 m langes Stück Garten, was lange Zeit vernachlässigt wurde. Hier stand früher mal ein Kirschbaum, ein Buddelkasten und Holzschuppen, den wir vor ein paar Jahren abgerissen haben. 

Aber was macht man nun mit so einem Stück Land? Einfach nur Rasen ist schade und vergeudeter Platz, Bäume hinstellen ist auch irgendwie blöd. Da Muddan in ihrem Bereich vom Garten nicht mehr so viel Platz wie vorher hat um Gemüse und Obst anzupflanzen, haben wir uns überlegt, dass genau der nicht genutzte Bereich im Garten als Gemüsebeet umgepflanzt wird. Lange haben wir überlegt wie wir das Stück am besten und sinnvollsten gestalten und schnell sind wir auf das Thema Hochbeet gekommen. Allerdings sind die ja nicht gerade billig im Gartencenter. Dank Pinterest kam ich aber schnell auf den Gedanken die Hochbeete aus Paletten zu bauen. Da Muddan bei solchen Aktionen nicht immer ganz sicher ist, haben Männe und ich das ganze heimlich in die Hand genommen und haben beim Palettenhändler 12 Paletten besorgen. Die Preise schwanken dort sehr. So zahlt man für eine neue Palette 10 Euro, für 2. Wahl Paletten 6-7 Euro und für kaputte Paletten 3,50 Euro. Neue brauchten wir nicht, so dass wir auf die 2. Wahl zurück gegriffen haben, die waren einfach nur etwas dunkler von der Farbe und auch zwei von den "kaputten" Paletten konnten wir ergattern, da waren nur kleine Teile vom Holz abgesplittert.


Praktischerweise haben die 12 Paletten auch genau ins Auto gepasst. Danach ging es noch ins Bauhaus passenden Holzschutz und Vlies besorgen. Motiviert gings dann nach Hause zum zusammenschrauben.


Da wir uns einige Jahre nicht um den Bereich im Garten gekümmert hatten, stand jetzt erst mal ausmisten und begradigen der Fläche an erster Stelle. Und wir mussten uns beeilen, denn Muddan war noch Arbeiten und wir wollten sie ja überraschen.


Die Hochbeete zusammenzuschrauben war relativ einfach. Die Paletten haben wir mit der langen Seite auf den Boden aneinander gestellt und mit 20 cm langen Schrauben verbunden. Zwei Stück haben wir so aufgebaut und erst mal provisorisch auf den Acker geschmissen und haben Muddan dann vor vollendete Tatsachen gestellt. Glücklicherweise mochte sie die Idee, so dass wir weiter bauen konnten. Wohin auch sonst mit den 12 Paletten ^^


Die Paletten habe ich dann alle mit Holzschutz eingepinselt, damit sie so ein wenig länger halten. 



Falls ihr auch Hochbeete aus Paletten basteln wollt, streicht die Paletten vor dem Zusammenbauen. Das geht deutlich einfacher und schneller als wenn sie zusammengebaut sind. Das war auch die längste und nervigste Arbeit.



Nach dem Streichen haben wir auf der Unterseite Kaninchendraht festgetackert, damit Mäuse oder andere Kleintiere sich nicht von unten ans Gemüse nagen können. Das Vlies haben wir dann innen an alle vier Seitenwände getackert, damit die Erde nicht aus den Lücken fallen kann. Das muss auch nicht so ordentlich sein. Sieht man später eh nicht mehr.




Als erste Schicht haben wir gröberes Gestrüpp und Äste rein geschmissen, die dienen gut als Drainage und lassen überschüssiges Wasser ablaufen. Darauf kam eine Schicht Laub/alte Erde aus Blumentöpfen, alles was sich halt so hat finden lassen. Darauf kam eine Schicht Mist als Dünger. Es folgt eine Schicht Komposterde und ganz oben kommt dann Pflanzenerde gemischt mit Blumenerde, bis die Beete voll sind. Wer seinen Garten also von alter Erde und Gestrüpp befreien will, kann hier ordentlich was loswerden, denn in die Beete passt ne Menge rein.


Gestrüpp

Alte Blumenerde und Äste

Laub, noch mehr alte Erde


Mist



Und so sehen die Beete fertig vorbereitet aus. An die Seite können noch Kübel gehangen werden und in die Zwischenräume passen kleine Töpfe. Sobald die Temperaturen es zulassen, können die Beete dann auch bepflanzt werden. Sollten sie noch etwas nachsacken, wird einfach mit Pflanzerde aufgefüllt.


Der Blick vom Gehweg am Haus zu den Beeten zeigt es noch mal ganz gut. Auf der freien Erdfläche kommt der Rasen hin, ihr seht die Gehwegplatten zwischen den Beeten und vorne am Weg stellen wir durchgehend die großen Blumenkästen auf (die hatten wir noch im Garten stehen) so kann hier auch noch genügend eingepflanzt werden und der Platz kann sinnvoll genutzt werden. 

Sobald alles grünt und blüht mache ich euch noch mal ein paar Bilder :) Vielleicht hilft euch meine Anleitung ja beim Bau eurer Palettenbeete. Ich würde mich freuen, wenn ihr die Idee aufgreift und mir eure Ergebnisse zeigt.







11 kg in 10 Wochen - Mein Erfahrungsbericht zu MyBodyartist.de


Wie der Großteil von euch mitbekommen hat, mache ich momentan das Programm von www.Mybodyartist.de. Ende letztens Jahres hatte ich mich entschlossen meine Gewohnheiten zu ändern. Ich wollte mehr Struktur in meine Ernährung bringen, wollte endlich herausfinden, was meinem Körper gut tut, was er braucht und was eben auch nicht. Also habe ich mich viel belesen, mir viele Instagramaccounts angeguckt von Mädels, die verschiedene Programme absolviert haben und habe für mich ein wenig rausgefiltert welches zu mir am besten passen könnte.
Grundsätzlich denke ich schon mein halbes Leben darüber nach, was mein Körper wirklich braucht und natürlich weiß man es auch so grob, aber die Versuchungen im Alltag waren bis Dato einfach zu mächtig. „Ach komm das eine Stück Kuchen wenn wir schon mal hier im Cafe sind“ oder der berühmte Nachschlag weils einfach so gut schmeckt, man eigentlich aber schon merkt, dass man satt ist. Dick war ich eigentlich schon immer. Von Kind an. So gab es in der Schule zb das normale Frühstück und zusätzlich auch noch Mittagessen. Nach der Schule ging es nach Hause, danach meist zum Spielen und Abends gab es dann noch mal warmes Mittagessen. Und als Kind natürlich hier und da noch Süssigkeiten. Das man sich als Kind/Jugendliche mit dem Thema Ernährung nicht allzu sehr auseinander setzt ist klar und auch in Ordnung. Aber auch später ging es so weiter, denn ich kannte es ja nicht anders. Chips und Fertiggerichte gehörten in einer Phase meines Lebens zum Alltag. Oder auch einfach von allem viel zu essen. Ohne wirkliches Sättigungsgefühl.


Aber auch die gegenteiligen Phasen hatte ich. Ich hatte einen Job bei dem ich 10-12 Stunden stehen/gehen und schwere Kisten schleppen musste, habe zusätzlich 4-5 x in der Woche auf dem Crosstrainer für 45 Minuten gestanden, habe (das weiß ich heute) dafür viel zu wenig gegessen und habe natürlich in kürzester Zeit sehr viel abgenommen. Nun ja, wie das geendet hat, dürfte jedem klar sein. Die Pfunde kamen wieder. Auch Weight Watchers habe ich probiert, mit sehr langsamen Erfolg. Meist so um die 200-300 Gramm Abnahme pro Woche. Ja, langsames abnehmen ist wichtig, aber mich hat es schnell gefrustet, da ich nicht nur 10 oder 15 Kg abnehmen muss und da erwartet man dann gerade in den ersten Wochen schon ein paar mehr Kilogramm. Außerdem hat mich das Punktezählen gestört.

Ich habe mich auch 10 Wochen durch das Programm von Detlef D. Soost! probiert, aber auch hier blieb der Erfolg aus. Insgesamt sind 3,8 kg verschwunden in diesen 10 Wochen. Bei mir hat es einfach nicht so funktioniert wie ich es dachte und auch der wöchentliche Cheatday tat mir anscheinend nicht so gut. Gefühlt habe ich mich 6 Tage die Woche gequält um am 7. Tag endlich das essen zu können, was ich will. Es hat mich einfach nicht glücklich gemacht.

Allerdings habe ich eins in diesen 10 Wochen gelernt. Mein Körper braucht kein Weizen und kommt ohne sogar noch viel besser zurecht! Ich habe mich nicht mehr so aufgebläht gefühlt und hatte auch kein Bauchzwicken mehr. Also stand für mich folgendes fest: Ich möchte ein Programm, was mir einen Leitfaden zum langhangeln gibt und wo ich auf Weizen verzichten kann, mir tolle Alternativen und auch Rezepte gibt, die sich zwingend leicht in meinen Alltag integrieren lassen.

Ich bin irgendwann auf der Seite von Mybodyartist hängen geblieben und habe mich lange eingelesen. Dort findet man sehr viele Infos und was mich besonders angesprochen hat, ist, dass es ein Programm ausschließlich für Frauen ist. Der Hormonhaushalt läuft ganz anders als bei Männern und das Programm passt sich dem an. Auch Schilddrüsenunterfunktionen werden mit einberechnet (die ich ja nun mal habe) und man füllt vorher sogar noch einen Stoffwechseltest aus, damit bestimmt wird, welcher Stoffwechseltyp du bist (Mischtyp, Kohlenhydratetyp oder Eiweißtyp). All das und noch viel mehr bestimmen, wie dein Körper funktioniert und was er benötigt, um perfekt zu laufen.

Also buchte ich das Programm mit dem Training für zu Hause. Bestellte mir ein paar Hanteln und ein Expanderset. Mehr benötigt es nicht, eine Matte hatte ich schon zu Hause. Kurze Zeit später bekam ich den Test per Mail und war erstaunt, was alles mit dem Stoffwechsel zu tun hat - z.B. die Feuchtigkeit meiner Augen, oder ob ich schnell eine Gänsehaut bekomme usw. Gespannt schickte ich den Test zur Auswertung ab und erhielt am nächsten Tag auch schon meine Antwort. Ich bin ein Mischtyp, verwerte also alles in ungefähr gleichen Maßen gut. Kurz darauf folgten dann auch die restlichen Unterlagen. Mein Programm! Es geht los!



Ich gebe zu, dass ich den ersten Moment erschlagen war von der Fülle der Unterlagen. Trainingsleitfaden, Trainingspläne, Rezeptbücher, Essensleitfäden, Erklärungen allgemein usw. Schnell aber durchblickte ich das System dahinter und fing an mir die nächste Woche alles Stück für Stück durchzulesen. Je mehr ich gelesen habe, umso mehr merkte ich, dass da wirklich jemand dahintersteckt der Ahnung hat. Alle Fragen die sich nebenbei noch in meinem Kopf gesammelt haben, wurden in den Unterlagen beantwortet und vor allem auch erklärt. Und das finde ich so wichtig. Ich möchte nicht vorgesetzt bekommen „Du wirst jetzt so und so Essen!“ und ich weiß nicht mal warum. Hier bekommt man Hintergründe erklärt. Welches Nahrungsmittel wirkt sich gut und welches weniger gut auf den Körper aus und warum. Wenn ich Heißhunger habe, was fehlt meinem Körper dann und vor allem was muss ich essen, damit der Heißhunger gar nicht erst aufkommt?

Während ich mich eingelesen habe, habe ich noch ein paar kleine Helferlein bestellt wie z.B. Whey Protein oder auch Chiasamen, Nüsse, Krillöl oder BCAA. Auch hierzu gibt es ausführliche Erklärungen, warum es den Körper unterstützt und wozu wir es benötigen.

Nach und nach kamen meine Bestellungen an und ich fieberte etwas nervös dem 11.1.16 entgegen, an dem ich starten wollte. Zu oft habe ich Enttäuschungen erlebt und bin rückfällig geworden. Aber nach dem ich mir alle Unterlagen von Mybodyartist in Ruhe durchgelesen hab, war ich schon etwas zuversichtlicher. Besonders gut hat mir gefallen, dass man nicht einfach nur einen Ernährungsplan bekommt, an den man sich strikt 12 Wochen halten muss, sondern zusätzlich auch noch einen Ernährungsleitfaden mit Lebensmitteltabellen erhält. So erfährt man ein wenig mehr darüber wie unser Körper sein Essen verstoffwechselt und lernt wie man sich auch ohne Ernährungsplan selber gesunde Mahlzeiten zusammenstellen kann. Ich habe mich am Anfang aber erst mal nur an den vorgegebenen Ernährungsplan gehalten, da ich schnell starten und mir nicht jeden Tag darüber Gedanken machen wollte, was ich kochen soll. Also bin ich mit Hilfe der Einkaufsliste aus dem Programm zum Supermarkt gegangen und habe mir alles besorgt, was ich für die erste Woche brauchen würde.



Am Montag den 11.1.16 ging es dann los. Den Abend zuvor hatte ich schon vorgekocht, da ich für die Arbeit ja Frühstück und Mittagessen benötige. Ich habe mich übrigens für 3 Mahlzeiten am Tag entschieden, es wäre auch möglich diese auf 5 aufzuteilen, je nachdem wie man es gewohnt ist. Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich die Woche immer satt war und teilweise die Portionen nicht ganz geschafft habe. Denn auch auf den eigenen Körper hören und aufhören wenn man satt ist gehört dazu. Das sind Dinge, die ich neu lernen musste. Auch die folgenden Wochen liefen super, ich hatte nie Hunger geschweige denn Heißhunger. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Zuvor war ich auf Arbeit sehr oft am Tag am Süssigkeitenkorb und habe auch beim Vorbeilaufen gerne mal das ein oder andere Stück Schokolade in mich reingestopft. Und dann habe ich von dem einen auf den anderen Tag einfach aufgehört. Und es ging. Einfach so... ohne Schwierigkeiten. Ich hab 3-4 Tage gebraucht um mich von dem Gang dort hin abzugewöhnen, aber ich hatte nicht das Verlangen jetzt zwingend etwas Süsses zu essen.

Tommy berechnete mir aus meinen gesendeten Daten genau den Bedarf an Kalorien und Makros (Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate) die mein Körper zum gesunden abnehmen braucht. Dieser beträgt gerade mal 20% unter meinem momentanen Normalverbrauch. Um euch eine Zahl zu nennen: Ich habe angefangen mit über 2400 Kalorien pro Tag! Und wenn ihr das in gesunde Lebensmittel umsetzt und vor allem auch gesunde Fette, kann auch kein Heisshunger aufkommen, da der Insulinspiegel gar nicht die Möglichkeit hat euch verrückt nach Essen werden zu lassen. Ich war fasziniert, dass es so einfach und so gut funktioniert. Ich brauchte mich nicht quälen und bin locker am Schokoladenkorb vorbei gegangen. Und so ist es bis heute.

In Phase 1 (dauert 4 Wochen) versucht ihr euch so natürlich wie möglich zu ernähren. Das heißt Fast Food sowie mit Zucker und Konservierungsstoffen vollgepackte Lebensmittel sind tabu. Stattdessen gibt es viel Gemüse, Obst, Fleisch (am besten Bio), Fisch, Reis sowie Brot, Pizza und Pasta mit gesunden Zutaten. Mir fielen die 4 Wochen sehr leicht, denn wer jetzt denkt, es gab immer nur das selbe, der täuscht sich. Die vorgegebenen Rezepte sind sehr abwechslungsreich, schmecken alle unterschiedlich und es kommt definitiv keine Langeweile auf. Ich habe mit 3 x Sport die Woche angefangen und auch hier stimmt das Konzept. Gut ausgewählte und vor allen Dingen gut kombinierte Übungen, die einen ordentlich fordern und mir den ein oder anderen Muskelkater am Anfang beschert haben. Das Training bekommt ihr einmal schriftlich in Stichpunkten, einmal in einem Ordner als Videodateien, wo jede einzelne Übung vorgeturnt wird und ihr den korrekten Ablauf seht und zusätzlich noch mal in schriftlicher ausführlicher Auswertung mit speziellen Erklärungen worauf ihr achten müsst um sie sauber auszuführen. Es hat ca. eine Woche gedauert, dann kannte ich den Großteil der Übungen aus dem Kopf. Meist schau ich mir den Trainingsplan vor dem Training noch mal an und wenn mir der Name einer Übung nichts sagt, schau ich mir schnell das Video an damit ich weiß wie sie geht.  Das Training ist kurz und knackig und mit Aufwärmen und Cooldown bin ich meist nach 45 Minuten durch. Dh 25-30 Minuten richtiges Training, je nach dem wie motiviert ich gerade bin. Und das ist definitiv gut zu schaffen in der Woche. Momentan mag ich die Variante lieber, dass ich zu Hause trainiere, weil ich dann nach der Dusche halt einfach auch gleich zu Hause bin und nicht noch Sachen packen und rumfahren muss. Nach dem Sport gibt es übrigens meist einen Shake. Ich mische dazu gerne Whey mit einer Banane und ein paar Blaubeeren. Das gibt dem Körper noch mal genau das was er nach dem Sport braucht und schmeckt mir super!



Phase 1 habe ich dann nach 4 Wochen mit -6,3 kg beendet und bin dann in Phase 2 gerutscht (Phase 3 erreicht ihr übrigens, wenn ihr euer Wunschgewicht habt und es halten wollt) In Phase 2 geht es darum auszutesten, was meinem Körper an zusätzlicher Nahrung bekommt und was eher hinderlich beim Abnehmen ist. Ich habe langsam angefangen wieder Käse und Griechischen Joghurt einzubauen und auch ein paar Erdbeeren habe ich auch getestet. Ich habe weiterhin jede Woche abgenommen, aber nicht mehr ganz so schnell und viel wie in den ersten 4 Wochen. Das ist aber ok für mich, solang ich konstant abnehme. Es müssen nicht immer 1,3 kg die Woche auf der Waage weniger stehen, mir reichen auch mal 800 Gramm. Immerhin hab ich mir das alles auch nicht in 3 Monaten auf die Hüfte gelegt, sondern über Jahre. Phase 2 tut mir gut. Ich liebe Käse und gerade Parmesan und Mozzarella stehen ganz oben auf meiner Liste. Trotzdem setze ich sie nicht täglich ein, einfach mit dem Hintergedanken nicht wieder in alte Muster zu verfallen und alles im Übermaß zu essen. Käse gibt es 2-3 mal die Woche und ich fahre gut damit.




Auch das Thema Schlaf wird im Programm nicht vernachlässigt und ausführlich behandelt. Ausreichend Schlaf ist so wichtig für den Körper, denn in dieser Zeit regeneriert er alles was nötig ist. Hormone werden ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass z.B. Gewebe repariert wird, oder Körperzellen regeneriert werden. Sie regeln auch den Muskelaufbau und der Verdauungstrakt hat nun die Ruhe sich um bestimmte Vorgänge zu kümmern. Interessant sind die Hormone Ghrelin und Leptin. Ghrelin steuert den Appetit und sorgt für Hungergefühle, Leptin hingegen sorgt dafür, dass wir uns satt fühlen. Haben wir Schlafstörungen oder bekommen zu wenig Schlaf, wird nachweislich mehr Ghrelin ausgeschüttet und die Leptinzufuhr gestoppt. Das heißt im Umkehrschluss: Wer weniger Schläft, hat mehr Hunger und kann langfristig zunehmen. Verrückte Sache oder? Ein Glück schlafe ich gerne, gut und viel! 7 Stunden sind mein Minimum. Alles was darunter ist, ist für meine Mitmenschen eine Qual. Ich werde mürrisch und blubber gern vor mich hin. Ausgeschlafen fühle ich mich meist nach 8,5 Stunden, wovon dann gerne mal 6 Stunden Tiefschlaf sind nach meinem Fitnessarmband. Also Mädels, ab ins Bett und schlaft euch schlank!

Ein großes „Angstthema“ waren die allzu bekannten Gelüste der Frau einmal im Monat. Ich hab mir Gedanken gemacht, wie ich mit dem Gewicht auf diese Phase reagier und vor allem wie meine Gelüste sind. Ich muss sagen, dass sich beides gut kontrollieren lässt. Mein Gewicht schwankt immer etwas und es können gern mal eine Woche vor meinen Tagen bis zu 2 kg auf der Waage mehr sein durch Wassereinlagerungen. Das enttäuscht natürlich beim Gang auf die Waage, aber es geht ja auch wieder weg. Ich werde mir jetzt angewöhnen viel Brennnesseltee zu trinken, da dieser entwässernd wirkt. Ich bin gespannt ob es klappt. Die Lust auf Süsses hält sich im guten Mittelmaß. Es ist eher die Lust überhaupt was zu essen und zu kauen in dem Moment ohne groß nachzudenken. Aber auch da bleib ich eisern. Und nun die beste Nachricht aus Phase 2: Ihr dürft wenn ihr wollt jeden Tag ein Stück Schokolade (mind. 70%) essen! Na hallo! Also wenn es wirklich nicht mehr geht, gönne ich mir auch ein Stück. Oder ich greife zu einem Proteinriegel (momentaner Favorit von Layenberger Schoko/Banane, gibt’s bei DM).  Danach geht’s mir gut und da ich grundsätzlich schon immer lieber Zartbitter als alle anderen Sorten gegessen habe, ist das für mich natürlich ein Glücksgriff.

Phase 2 bietet viel mehr als das was ich euch hier im Detail aufschreibe und auch wenn ihr einiges hier nicht aufgelistet findet, darf man es auch essen. Ein leckeres Reisgericht oder Quinoa sind möglich, ich liebe Süsskartoffelpommes und mache sie mir sehr oft, Männe und ich stehen total auf die Pizza Proteina, Zucchini- oder Tomatenbrot sind auch lecker und schnell gemacht. Ich kann euch auch nur einen kleinen Einblick in das Programm gewähren, da für jeden Stoffwechseltyp natürlich auch ein individueller Plan entsteht und ich nicht weiß, was ihr z.B. bevorzugt an Nahrungsmitteln zu euch nehmen solltet. Ich kann immer nur aus meiner Sicht erzählen und dazu noch meine Zu- und Abneigungen teilen. Ein Beispiel: Ich mag nicht so gerne Obst. Ja ab und an mal nen Obstsalat oder ne Banane auf dem Grill ist toll. Aber wenn ich einen Obstkorb und einen Gemüsekorb vor mir liegen habe, würde ich immer eher zum Gemüse greifen. Dies wiederum heißt aber nicht, dass man im Programm kein Obst essen darf. Man soll es sogar, aber so hat jeder seine eigenen Vorlieben. Überschlagen und ganz grob gegliedert kann man aber sagen, dass die bösen Fallen wie Brot, Nudeln und Weizen allgemein wegfallen, ihr keine Kalorien zählen müsst, sondern euch gesund und vernünftig ernährt.

Viele fragen mich auch auf Instagram ob ich nun auf Kohlenhydrate verzichte. Meine Antwort: Nein man muss bei dem Programm nicht auf Kohlehydrate verzichten. Zwar sollte man den Anteil der Kohlenhydrate etwas stärker reduzieren und wie gesagt z.B. weizenhaltige Lebensmittel zumindest im ersten Monat meiden, aber kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Reis, Süßkartoffeln, Obst und Gemüse sind überhaupt kein Problem. Dass „böse“ Kohlenhydrate, die in zuckerhaltigen Speisen lauern Tabu sind, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch auch für diesen Fall bietet das Programm viele Alternativen.



(Pizzavorbereitung)



 Und genau das ist der Knackpunkt. Es ist wichtig im Kopf umzudenken und dann zu Handeln! Handeln ohne Umdenken bringt euch nicht weit. Ihr müsst euren Körper verstehen lernen, müsst herausfinden was ihm gut tut, wodurch ihr Energie bekommt. Das das alles nicht von heute auf Morgen funktioniert ist logisch und auch ich hab über 30 Jahre gebraucht um a) das zu kapieren und b) es umzusetzen mit einem Weg, der für meinen Körper und meinen Kopf funktioniert. Denn sind wir mal ehrlich: die Industrie setzt uns schon die tollsten Leckerbissen vor und würde ich nicht ohne Einkaufszettel einkaufen gehen, würden auch ganz schnell Chips im Wagen landen.

 
(Vorbereitung für den Tag)

Dieses Thema bringt mich auf den nächsten wichtigen Punkt. Cheaten. Oder: sich was gönnen! 5 Wochen nachdem ich angefangen habe, hatte ich meinen ersten Cheattag. Eigentlich sollte es nur ein Essen werden, bei dem ich auf nichts achte. Aber ich fing schon Mittags an mich durch ein paar Süssigkeiten zu testen. Und beim Testen ist es dann auch größtenteils geblieben. Die Chips, die ich früher ohne Punkt und Komma vernichtet hatte, schmeckten irgendwie nach Pappe. Die Milchschokolade hatte eine komischen Nachgeschmack, also hab ich es gelassen und mich aufs Abendessen gefreut. Wir saßen beim Italiener und ich bestellte mein Lieblingsgericht. Gegrilltes Fleisch am Spieß mit Kräuterbutter. Dazu Rosmarinkartoffeln und einen Salat. Männe und ich lieben die Salatsosse dort, aber auch hier hab ich den Großteil liegen gelassen. Irgendwie schmeckte es zu künstlich. Das Fleisch war wie immer super, nur leider schwommen die Kartoffeln in Fett. Ob das der Grund war, warum ich sie nicht ganz aufgegessen habe, oder ein anderer kann ich nicht mehr sagen, aber ein Teil ging zurück. Mein Cheatday brachte mir natürlich am nächsten Morgen ein wenig mehr auf der Waage (ca 1,2 kg), so dass ich schlussendlich eine Woche später insgesamt nur 100 Gramm abgenommen habe anstatt sonst wie üblich um die 1-1,3 kg, aber das war völlig ok. Auch der Einstieg am nächsten Tag fiel mir leicht. Die ersten 4 Wochen ist cheaten übrigens nicht erlaubt, was grundsätzlich aber auch nicht schwer ist, denn es gibt im Rezeptbuch viele süße Frühstücksideen, die die Seele glücklich machen.  Danach könnt ihr euch so ein wenig selber langhangeln. Es reicht aber auch, wenn ihr nur und ab und zu cheatet und euch z.B. mal ein Eis gönnt. Manchmal tut es dem Körper gut einen kleinen Push zu kriegen. Zusätzlich bekommt ihr auch Rezepte für Cheattage und darunter finden sich auch Süssigkeiten die ihr selber machen könnt! Ich finde es toll, dass man in dem Programm die 12 Wochen nicht strikt nach Plan leben muss, sondern auch anfängt auf seinen Körper zu hören und auszuloten was ihm gut tut und was nicht. Was bringt es denn sonst wenn ihr euch 3 Monate nach Plan ernährt und dann dasteht und nicht weiter wisst? Hier lernt ihr Schritt für Schritt wie ihr mit der Ernährung umgeht.

Hier seht ihr ein paar Frühstücksideen:











Und ja diese Schritte bedeuten Arbeit und Zeitinvestition. Ich stehe jeden Tag in der Küche und koche Frühstück und Mittagessen für die Arbeit am nächsten Tag vor. Allerdings auch nur, weil ich das Vorkochen für eine Woche nicht mag. Und ja es ist manchmal anstrengend weil die Zeit knapp ist weil ich noch 1000 andere Dinge zu tun habe, aber hey! Müssten wir uns nicht eh was zu essen machen? So oder so? Die Rezepte sind so gut konzipiert, dass sie meistens in 20 Minuten erledigt sind, meist sogar schneller. Also Arsch hoch und losgekocht! Ab und an nehme ich mir auch Rezepte und verdoppele sie. Dann gibt’s halt an zwei Tagen das gleiche Mittagessen. Spart mir die Arbeit und leckeres essen geht sowieso immer zwei mal.

Mit diesem Konzept bin ich gut gefahren und werde es auch weiter beibehalten. Ein wenig Bange ist mir schon, wenn die 12 Wochen bald um sind. Aber das hängt wohl eher mit meinen Gedanken zusammen. Denn das Programm bleibt mir ein Leben lang erhalten, ich habe immer Zugriff drauf und auch bei Facebook oder bei Whats App ist mir Hilfe sicher. Auch sämtliche Videos bleiben bei mir und sind immer abrufbar für mich. Also könnte ich das Programm immer und immer wieder machen wenn ich wollte oder einfach weiterführen, so wie ich es geplant habe.

Für mich ist es ein guter Weg den ich hier gefunden und eingeschlagen habe. Ich werde weiter machen, mir ab und an einen Cheatday gönnen und auch den Sport werde ich weiter beibehalten.

Hier noch mal alle Fakten im Überblick:

+ Ich habe in 9 Wochen 10,3 kg abgenommen
+ Ich habe täglich über 2400 Kalorien zu mir genommen
+ Ich mache 3 x die Woche Sport (Krafttraining)
+ Davon habe ich zwei Wochen ausgesetzt, weil ich krank war
   (und ich habe trotzdem weiter abgenommen)
+ Meine Haut und mein Gewebe ist deutlich straffer geworden
+ Ich fühle Knochen, die ich vorher noch nie gefühlt habe :D

+ Ich war durchgängig satt, hatte immer große Portionen zu essen
+ Das Programm könnt ihr auch durchführen, wenn ihr eine Glutenunverträglichkeit,     Laktoseintoleranz oder Schilddrüsenerkrankung habt
+ Viele Rezepte für „gesundes“ Fast Food und Süßigkeiten
+ Alle Rezepte lassen sich innerhalb von 10 bis 20 Minuten zubereiten


Für mich endet die Reise nach den 12 Wochen nicht. Eher war es ein Startschuss meinen Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken und ich bin froh, dass ich mich getraut habe. Die Zeit rennt wie verrückt und mir geht es blendend. Und die ersten neuen Klamotten können auch schon eingekauft werden, denn die Hosen rutschen...