Rundgang Wohnzimmer und Küche - Hausbau

Es ist kurz vor 19 Uhr, ich sitze im Garten mit einer Decke auf dem Gras. Die Katze hat sich neben mich gerollert, die Sonne erreicht nur noch die Baumkronen und es riecht wunderbar nach Sommer. Alles blüht und gedeiht, die Tomaten hängen kirschrot am Strauch und jeden Abend entdecke ich mehr und mehr Gemüse, welches an den Sträuchern reift und bereit ist zum ernten. Es ist Ende August und seit fast genau 9 Monaten sind wir mit dem Gröbsten vom Hausbau durch. Wir genießen unser Leben, genießen das Kochen, sich zusammen an den eigenen Tisch setzen und essen um danach auf die Couch vor den Fernseher zu kullern. 

Noch im Dezember hätte ich nie gedacht, dass wir es wirklich schaffen. Aber wir mussten. Männe hatte die ganze Familie zu Heilig Abend eingeladen. Und Anfang Dezember glich unsere untere Etage noch einer Baustelle. Wir haben geackert und uns die Nächte um die Ohren geschlagen, haben Red Bull wie Wasser getrunken, sind von der Arbeit nach Hause gekommen und haben bis tief in die Nacht gebaut, ich habe geheult vor Wut, weil die blöde Tapete in der Küche nicht an der Wand halten wollte und trotzdem stand am 24. Dezember alles an seinem Platz, der Baum war geschmückt und alles weihnachtlich dekoriert. Uns sind Gebirge von den Schultern gefallen. 

Mitte Januar habe ich dann, nachdem alles entschmückt war, endlich in Ruhe die Bilder machen können, die ich euch versprochen hatte. Ich denke nun wird es endlich Zeit euch das Ergebnis zu zeigen. Wir fühlen uns immer noch pudelwohl. Ein paar kleinere Projekte stehen noch an, aber das sind teilweise Winterarbeiten oder für nächstes Jahr geplant.

Hier und hier findet ihr übrigens noch mal die Vorher/Mittendrin Baubilder von der Küche und dem Wohnzimmer. So ein direkter Vergleich ist doch immer wieder faszinierend :)

Genug gequatscht, hier kommt die Bilderflut:


Fangen wir mit der Küche an. Wenn man in Richtung Küche blickt, ist dies hier erst mal der Gesamtüberblick.


Unsere Küche war früher mal das Schlafzimmer meiner Mutter. Ein komplett neuer Raum ist also entstanden. Links, wo ca der Ofen ist, war die Tür vom Schlafzimmer in den Flur. Die kleinen Marmorfliesen auf dem Boden zeigen, wo früher die Wand stand. Ein wenig haben wir davon erhalten und als Tresen umfunktioniert. So ist die Küche noch ein Stück vom Wohnzimmer abgetrennt, aber trotzdem ist alles schön offen.



Hier habt ihr den Gesamtüberblick über die Küche. Wir haben Monate verbracht erst mal Ideen zu sammeln wie der Raum am sinnvollsten genutzt wird, waren in unzähligen Küchenstudios und sind dann doch zu unserer Anfangsidee zurück gekehrt und haben eine Ikea-Küche gekauft. Männe wollte zuerst eine Hochglanzküche komplett ohne Griffe haben, aber als ich ihm dann erörtert habe, dass ich diese Küche gewiss kein einziges Mal putzen werde und er das dann täglich machen könne wegen der Fingerabdrücke auf den Oberflächen, hat er doch schnell umgeschwenkt. Tz..! So ist es schlussendlich eine wunderschöne Landhausküche geworden mit einer Vollholzarbeitsplatte. Mir war es wichtig, dass weder Küche noch Badezimmer zu sterilen Räumen werden, in denen man sich nur aufhält, weil man es muss. Diese Räume gehören genauso zum Haus und sollen gerne genutzt werden. Ich will stundenlang im Bad stehen und mich schminken oder eben auch stundenlang in der Küche stehen und kochen, oder am Tisch sitzen und mit Freunden essen und lachen. Wohlfühlen lautet hier das Konzept.


Der Küchentisch war übrigens ein Stück aus der Fundgrube bei Ikea. Männe wollte immer einen Tisch den man seehhhrrrr groß ausziehen kann, wenn mal die gesamte Familie da ist. Den Tisch, den er sich zuerst ausgesucht hat, war dunkelbraun und im Normalzustand schon 2 m lang. Ausgezogen dann stolze 3 Meter! Nie und nimmer hätte er in die Küche gepasst. Ihm das auszureden war auch wieder ein Stück Arbeit, denn er plante schon den dunkelbraunen Tisch anzuschleifen, umzulackieren und den Tisch zu kürzen. Was eine Arbeit! Durch Zufall fiel mein Blick dann auf diesen Tisch, der direkt neben uns stand, zwar 20 Euro mehr kostete als der größere, aber dafür auch keine weitere Arbeit bedeutete. Und siehe da, wir kriegen locker 10 Personen an den Tisch wenn er ausgezogen ist. Na geht doch :)


Hinter dem Tisch verbirgt sich die selbstgebaute Schiebetür, die komplett in der Zwischenwand verschwindet wenn man sie aufmacht. Dahinter befindet sich ein ca. 2 m breiter und 4,5 m langer Raum. Früher war hier der begehbare Kleiderschrank drin, als das Zimmer noch ein Schlafzimmer war. Diesen Raum haben wir noch nicht umgebaut, da hier auch die Außenwand neu gemauert werden müsste. Geplant ist hier der Eingangsbereich (Momentan gehen wir noch über die Terrasse) und ein Büro für den Herren.


Links neben der Tür beginnt dann die Küchenzeile. Monatelang hab ich nach einer alten Kaufmannswaage gesucht. Entweder waren sie utopisch Teuer oder standen am anderen Ende von Deutschland. Der Weihnachtsmann hat meine Suchaktion wohl mitbekommen und mir zu Weihnachten dann dieses Schmuckstück geschenkt. Hach ich bin immer noch so verliebt... Sie passt wunderbar zum Stil der Küche und wiegt geduldig unser Gemüse.



Das Waschbecken sollte von Anfang an unters Fenster. Ich wollte beim Abwaschen, was ja an sich schon eine ganz bescheuerte Erfindung ist, nicht auch noch auf eine Wand starren. Mehr "Negativ" geht ja kaum noch. Glücklicherweise gibt es ja die Möglichkeit von abknickbaren Wasserhähnen, so dass wir beide Fensterflügel trotzdem komplett öffnen können. Meist ist aber nur der Rechte offen, weil die Katzen rein wollen und zu faul sind ums Haus zu laufen. Mittlerweile hängen auch Gardinen an den Fenstern und runden das Gesamtbild ab. Das Keramikwaschbecken ist in geschwungener Form, was man auf dem Foto leider nicht so gut erkennen kann. Es ist von Villeroy und Boch und wir wussten sofort, dass wir es haben wollen, als wir ein Bild davon gesehen haben. Jetzt, knapp ein dreiviertel Jahr später ist es immer noch so schön wie am Anfang und mit dem richtigen Reiniger bekommt man auch alles wieder sauber. Wir haben den Kauf nicht bereut.

Bei uns befindet sich die Waschmaschine übrigens in der Küche. Sie versteckt sich links neben dem Waschbecken hinter der großen Tür. Zwei Punkte waren hier ausschlaggebend. Erstens haben wir keinen wirklichen Platz im Badezimmer für eine Waschmaschine durch die Dachschrägen. Zweitens will ich die Wäsche im Sommer nicht immer die Treppe runter tragen müssen, um sie im Garten aufzuhängen. So schnapp ich mir die Wäsche, geh durch die Küche ins Wohnzimmer und dann raus in den Garten. Bums fertig! Logisch oder?





Die Herdplatte ist 80 cm breit und bietet Platz für 5 Töpfe. Es ist eine Induktionsplatte und funktioniert nur, wenn man den passenden Knopf (der magnetisch ist) besitzt, den man auf die Platte auflegen muss. Perfekte Kindersicherung, ohne Knopf geht der Herd nicht an. Mittlerweile haben wir uns so sehr an die Größe gewöhnt und möchten auch keinen kleineren Herd mehr haben. Wie konnten wir früher nur mit 4 Platten hantieren...?!



Alle oberen Schubladen in der Küche bestehen eigentlich aus zwei Schubladen. Hier sieht man ganz gut, wie praktisch das ist. Man öffnet die Schublade und kann auf das Besteck zugreifen. Zieht man die versteckte Schublade dadrüber auf, lagern dort Alufolie, Gefrierbeutel usw. So nutzt man die Schubladen viel sinnvoller, als wenn man nur eine tiefe hat und da alles reinschmeißt und sich alles drin stapelt. Ich würde diese Variante immer wieder wählen.

Bei der Wahl des Ofens wusste ich relativ schnell was ich haben wollte und ein Glück war auch der Mann sofort Feuer und Flamme. Die Klappe wird nämlich komplett unter dem Ofen versenkt beim öffnen! Ich komm also an alles ran ohne mich zu verbrennen und auch zum Sauber machen ist die Variante großartig! Neff hat sich da echt was einfallen lassen. Tolles Teil!







Rechts neben dem Esstisch steht dann übrigens der Kühlschrank. Auch hier waren wir uns schnell einig, dass es genau dieser sein soll. Schon ewig wollte ich einen typischen Ami-Kühlschrank mit zwei Türen. Aber die waren immer so riesig und so viel Platz hatten wir in der Küche dann doch nicht. Dieser hier ist gerade mal 70 cm breit, dh 10 cm mehr als normal, bietet aber trotzdem total viel Platz. Er knackt und knattert zwar manchmal, aber missen möchten wir ihn trotzdem nicht. Zusätzlich bietet er zwei riesige Schubladen als Gefrierfach. Tolle Sache! 

Die Beleuchtung war übrigens ein kleines Drama. Ich habe die 3er Lampe, die über dem Esstisch hängt auf Ebay gesehen und mir vor Ewigkeiten abgespeichert. Die sollte es sein und keine andere. Als es dann endlich so weit war, war die Lampe natürlich verkauft. Kein Problem dachte ich, ist ja ein Händler, der hat sicher noch mehr. Dem war aber nicht so und ich habe ca 2 Monate damit verbracht diese Lampe im Netz zu suchen. Ich war schon fast dabei mich für andere Lampen zu entscheiden, aber an sowas beiße ich mich doch zu gerne fest und ich wollte verdammt noch mal genau dieses Modell! Letztendlich habe ich sie dann über einen Shop bestellt, der in China sitzt. Ich weiß nicht was ich für Unmengen an Versand bezahlt habe und ich hatte tierische Angst, dass sie nicht heile ankommt. Aber sie war gut verpackt und alles ging gut. Schade, dass die Löcher von dem Keramikschirm nicht das schöne Muster an die Wand werfen wie im Vorschaubild, aber trotzdem finde ich, dass sie super zur Küche passt. 



Schaut man von der Küche Richtung Wohnzimmer, sieht man das. Ganz hinten das große Terrassenfenster mit der großen Tür. Rechts an der Wand steht unsere Kommode (ebenfalls ein Ikea Fundgrubenstück) wo unser Fernseher drauf steht und noch ein paar Pflanzen vor dem Fenster, die drinnen überwintert haben. An der Decke hängt die halb versenkte Pusteblumeneigenkreation vom Mann. Und hinter dem kleinen Viereck in der Decke was zwischen Wohnzimmer und Küche ist, befinden sich die Sachen, die man eigentlich immer nicht rumstehen haben will wie z.B. der Router oder die Basisstation vom Telefon. Aus den Augen, aus dem Sinn :)






Der Blick vom Wohnzimmer auf die Küche. Rechts daneben die Treppe nach oben und noch mal Rechts daneben steht der Chinchillakäfig (nicht auf dem Bild). Der braune Schrank neben der Küche stammt noch von meiner Oma und er bleibt bewusst in dieser Farbe. Hier finden all meine Kochbücher platz und es ist eine schöne Erinnerung. Neben dem Schrank findet man links das Touchpanel um sämtliche elektrische Sachen im Haus zu steuern. Sei es die Jalousien oder eben auch jede einzelne Steckdose... 



Neben der Terrassentür steht das Sofa. Hier hat sich mittlerweile auch ein wenig was verändert. Ein großes Bild von Karlchen hängt an der Wand und an der schmaleren Seite hängt ein Regal mit Deko und Bildern drauf. Vor dem großen Fenster hängen nun auch Schlaufenschals. Alles in allem sieht es viel wohnlicher aus. 



Ok ich konnte es nicht lassen und hab schnell mit dem Handy ein aktuelles Foto machen müssen. Sowas juckt mich dann ja immer... Also just in dieser Sekunde sieht es so aus. Der Laptop auf dem Sofa, weil ich dort sitze und diesen Blogeintrag schreibe, alle Lämpchen sind an und auch die Lichterkette oben an der Decke ist neu. Sie verströmt gerade am Abend ein tolles und gemütliches Licht.



Damit wäre die Tour auch schon beendet. All das Schuften und Ackern hat sich für uns so sehr gelohnt. Wir sind nach wie vor Stolz und lieben unser kleines halbes Haus. Momentan vergnügen wir uns ein wenig mit dem Garten und versuchen ihn nach über 5 Jahren wieder ein wenig in Form zu bringen. Mal sehen, ob wir den Zeitplan diesmal auch wieder einhalten können.

Habts gut   

Wie eine leichte Sommerbrise...

... daran musste ich spontan denken, als Yvonne von Leni Pepunkt zum Probenähen aufgerufen hat für ihr BREEZY.Kleid. Schnell auf ihre Seite geklickt, die Fotos angeschaut und schon war mein Mauszeiger auf dem Kommentarfeld.

Yvonne hat mal wieder ein tolles Schnittmuster aus dem Hut gezaubert, was mich sofort angesprochen hat. Das Maxikleid ist allein schon toll, weil es ein Maxikleid ist! Hach! Seid ihr auch so verliebt in Maxikleider? Ich hab zwar ein paar im Schrank, aber drauf gekommen mal eins zu nähen, bin ich nicht. Naja manchmal muss man erst drauf gestoßen werden, bevor man drauf kommt nicht wahr? :)



Zum zweiten liebe ich dieses Maxikleid, weil es Ärmel hat. Gerade wir Frauen mit etwas mehr auf den Rippen (und mehr Hüften, und mehr Bauch, und mehr Po und Obersch... ach lassen wir das...) achten auf sowas. Alle anderen Maxikleider hatten immer dünne Trägeroberteile. Sehr hübsch und sehr weiblich, aber eben doof für die allseits beliebten bekannten Winkearme.

Meine Finger flogen nur so über die Tastatur und ich schickte mein Kommentar ab. Ein paar Tage später schaute ich der Neugierde halbe mal nach und siehe da, ich durfte ein zweites mal für Yvonne Probenähen. Juhuuuu!



Entstanden ist ein Maxikleid aus Viskosejersey, was lockerleicht fällt und super für wärmere Tage ist. Der Schnitt wurde ein paar mal angepasst und ausgebessert und die Probenähmädels haben mal wieder großartige Arbeit geleistet. Ich liebe es mich durch die Bilder der entstandenen Werke zu klicken. So bunt und vielfältig wie jede einzelne Person ist, ist auch jedes einzelne Kleid.

Was Maxi kann, kann auch Mini.. naja... nenne wir es "kürzer". Kniekurz eben. So dass es gerade noch den Hagelschaden auf den Oberschenkeln bedeckt. Auch diese Version gefällt mir sehr gut, allerdings tendiere ich doch eher zum Maxikleid. Der Grundschnitt wurde auch noch zum 3. mal geändert und angepasst, allerdings konnte ich keine Version mehr nähen, da ich es zeitlich nicht geschafft habe. Soll aber kein Hindernis sein, denn das Maxikleid kann man auch mit langen Ärmeln nähen, also perfekt für den Übergang zum Herbst!

Das San Diego ist übrigens geplottet und die Datei bekommt ihr bei der wundervollen EmmaPünktchen HIER in ihrem Shop.



Ich steh ja auf Probenähen und besonders, wenn der Schnitt auch noch so super durchdacht ist und auch die Kritik der Probenäherinnen ernst genommen wird und versucht wird das Beste aus dem Schnitt rauszuholen, auch wenn es dann noch 2 mal mehr angepasst werden muss. So soll es sein!





In Berlin schwanken die Temperaturen mal wieder sehr stark und so wirklich Sommer ist es gerade nicht. Macht aber nix, umso besser kann ich mein Maxikleid tragen. Mir juckt es gerade in den Fingern noch eins aus festerem Stoff zu nähen, da das bei den anderen Mädels beim Probenähen so toll aussah! Nur ist mir noch nicht der richtige Stoff über den Weg gelaufen. Was nicht ist, kann aber noch werden :) Alle anderen tollen Kleider von den Mädels findet ihr übrigens in der Leni Pepunkt Facebook Gruppe. Da lohnt es sich mal reinzuschauen und Ideen zu sammeln.


Das Schnittmuster bekommt ihr übrigens hier und als kleine Überraschung erhaltet ihr bis zum Sonntag den 02.08.15 12% RABATT auf alle Schnittmuster bei Leni Pepunkt. Unter anderem also auch auf das neue Breezy Kleid

Gleichzeitig landet mein Beitrag auch endlich mal bei RUMS












Wird man eigentlich jemals fertig? - Hausbau*

Ich glaub die Frage stellt sich jeder, der ein Haus hat. Und die Antwort ist einfach: Nein! Fertig wird man niemals. So schön der Gedanke immer klingt ein Eigenheim zu besitzen, so viel Arbeit steckt auch dahinter. Jedenfalls für uns, die alles selber machen und sich keine Handwerker ins Haus holen. Das wäre schlichtweg zu teuer. Alles hat wohl seine Vor- und Nachteile und natürlich sind wir stolz, wenn wir wieder was selber machen konnten, aber dafür bleibt auch meist viel Freizeit auf der Strecke. 

Oder wir müssen wieder eine ganze Weile sparen, bis wir das nächste Projekt angehen können und so lang bleibt die Arbeit halt liegen. Nicht schön, aber so ist es nun mal. All die, die gerade nickend vor dem PC sitzen und meine Worte lesen, können das bestimmt aus tiefstem Herzen bestätigen :)

Die obere Etage im Haus hatten wir ja schon vor über 2 Jahren fertig bekommen und sind dann auch gleich eingezogen, auch wenn im Erdgeschoss noch nichts gebaut war. Wir haben uns arrangiert mit Schlafzimmer, Gästezimmer und Bad in dieser Zeit. Die Küche haben wir uns unten mit meiner Mutter geteilt. Hin und wieder haben wir natürlich trotzdem Gäste gehabt, die bei uns übernachtet haben. Zwar konnten Sie im Gästezimmer schlafen, aber erstens nur auf unbequemen Schaumstoffmatratzen und zu allem Übel ohne jegliche Jalousie. Im Gästezimmer befinden sich insgesamt 4 Fenster. 2 normale, dadrüber ein kleines Minifenster, was früher mal zum Dachboden gehörte und was ich unbedingt behalten wollte! Und zusätzlich noch ein Dachfenster. Und da genau auf dieser Seite des Hauses morgens die Sonne aufgeht, steht man praktisch vor 5 Uhr in vollem Tageslicht im Bett und weiß nicht wo oben und unten ist...


Hier seht ihr die 2 normalen Fenster und das kleine Dachbodenfenster. Das Dachfenster befindet sich ganz links neben der Pusteblumenlampe.


Unter anderem durften Lu (Lu zieht an) und Mondblümchen und meine Schwiegereltern schon in den Genuss der Belichtung, die einer Flutlichtanlage eines Fußballfeldes gleich kommt, kommen. Man versucht dann ja immer sein Bestes und deckt die großen Fenster mit Bettlaken ab, so gut es eben geht. Nur wirklich helfen tut das auch nichts. Also legt man noch Schlafbrillen auf die Kissen, in der Hoffnung, sie bringen 10 Minuten länger Schlaf. Ach das war doch alles doof! Nichts halbes und nichts ganzes. Wir haben schön ausgeschlafen in unserem abgedunkelten Zimmer und drüben lagen sie wach. 

Gott sei dank hat das nun ein Ende! Männe hat die Jalousien für die großen Fenster endlich außen angebaut. Und da das die letzten beiden am Haus waren, hatte er gut Übung und das Ganze auch relativ schnell erledigt.



Jalousie eins sitzt und funktioniert :)


Beide Jalousien sind dran und der erste große Posten ist abgearbeitet. Ein wenig später habe ich dann auch für unser Dachfenster ein Verdunkelungsrollo beim Dachfenster-Rollo-Shop bestellt. Das war auch noch unbedingt nötig. Denn trotz der Jalousien von den großen Fenstern war es noch Taghell im Raum - allein durch das Dachfenster.


Trotz des Poststreiks kam das Paket nach nicht mal einer Woche an und mir graute es schon vorm Zusammenbauen. Ich hatte so gar keine Lust ständig Schräubchen und Schraubendreher hochzureichen während Männe auf der Leiter steht und alles anbastelt. Es war Sonntag und ich wollte auf der Couch lümmeln - verdammt!

Aber was muss das muss und damit wäre das Zimmer dann ja auch fertig. Also aufgerafft und los gehts! Ich staune immer wieder, wie es sich doch lohnt kein Billigzeugs zu kaufen. Das System für das Verdunkelungsrollo kann nachträglich an die Veluxfenster angebaut werden. Wir haben keine halbe Stunde dafür gebraucht und es ging so einfach. Klick, klick, schraub, schieb, fertig - so ungefähr :D Wir haben uns bewusst für ein Rollo entschieden, was wir von Hand betätigen müssen. Solar ist dem Mann nichts gewesen und eins mit Strom war nicht mehr möglich, weil wir dazu kein Kabel vorgesehen hatten beim Fenstereinbau. Aber halb so wild, so war zusätzlich zu den 20% Ersparnis beim Dachfenstershop das Rollo insgesamt günstig und es gibt ja immer noch diese Stangen womit man die Rollos zuziehen kann. Im Notfall tuts auch mal schnell die Leiter.


Nachdem alles installiert war, kam der große Test. Runter mit dem Rollo!





Das sieht schon mal ganz gut aus. Nun noch die Aussenjalousien runter lassen...


Und TADAAAAAA es ist Dunkel! 


Nur noch durch das kleine Dachbodenfenster kommt etwas Licht, was ich aber ganz gut finde. So weiß man jedenfalls noch wann Tag und Nacht ist. Perfekt also!

Wir sind Glücklich, denn ein weiterer Punkt kann auf der Liste abgehakt werden - und in diesem Sinne: 

DIE GÄSTE KÖNNEN KOMMEN! 

Mittlerweile ist auch das Hemnes-Tagesbett von Ikea zum gemütlichen schlafen vorhanden ;)




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Urlaub auf Mallorca

Hach ja... eine ganze Weile sind wir nun schon wieder zurück aus Mallorca. Kaum wieder hier hatte mich der Alltagsstress wieder. Wenn man kein Haus mehr baut, hat man ja unendlich viel Zeit! Man hat ein Wochenende, man kann ausschlafen, endlich wieder planen so wie man möchte... Denkste Puppe! Irgendwie machen wir zwar alles mögliche, aber nie das was wir gerne spontan planen würden, wenn ihr versteht. A la "Wir gammeln heute den ganzen Tag rum" oder "Heute gehen wir zum Ku'damm und bummeln durch die Straßen, kommen nach Hause und fallen aufs Sofa". Es ist eher so: Der Haushalt muss gemacht werden, die Wäsche türmt sich, irgendwas zu Essen muss auch noch besorgt werden, wer mäht eigentlich den Rasen, und wann buddeln wir alles im Garten um, spontan kommen Freunde zum Grillen, also wieder Bude aufräumen, man trifft sich hier und da mit lieben Menschen und der Terminkalender ist bis zum nächsten Monat voll verplant mit Gartenpartys und Unternehmungen.

Nicht das ich die vollgeplanten Tage nicht schön finde - welch grausige Vorstellung nach der Arbeit nach Hause zu kommen und zu warten, dass man schlafen gehen kann weil man sonst vor Langeweile eingeht - aber es ist nicht das selbe. Zwar mussten wir auf Mallorca auch einkaufen gehen, essen kochen und waren auch viel unterwegs. Aber das ist halt das Urlaubsfeeling. Die Leichtigkeit des Seins. Aufstehen, tief die Urlaubsluft einsaugen und gucken was der Tag so bringt. 

Um ein wenig von diesem Gefühl wieder zurück zu bringen, sitze ich jetzt im Garten, die Sonne geht langsam unter und es riecht nach einem herrlich heißem Sommertag so wunderbar nach frisch gesprengtem, saftigen Gras. Die Vögel zwitschern und ich sortiere Urlaubsbilder und möchte euch daran teilhaben lassen.

Wir haben die knapp zwei Wochen auf einer Finca nähe San Joan verbracht. Wunderschön und gemütlich, mit großem Pool, einem Pferd und zwei Katzen. Der Himmel auf Erden für mich! Ich hab ein Pferd für 2 Wochen!






Wir waren eigentlich fast täglich unterwegs und dank Mietwagen ging es kreuz und quer über die Insel. Am ersten Tag wurde sich erst mal bei Lidl eingedeckt. Einerseits ist es schon praktisch Geschäfte zu haben, deren Sortiment man kennt, andererseits mag ich es total in den einheimischen Läden zu schmökern und mich an die regionale Ware zu halten. Schließlich bin ich im Urlaub, dann will ich auch so essen. 

Das Lidl in Mallorca ist übrigens genau so aufgebaut wie Lidl hier in Deutschland. Allerdings gibts ein paar kleine Unterschiede was das Sortiment betrifft. So findet man z.B. in der TK Abteilung nicht nur verpacktes Gefrorenes, sondern eben auch solche TK Ware:



Das rote sind alles Beinchen *schüttel*

Ich wusste, dass es Gartensachen zu dieser Zeit bei unserem Lidl in Deutschland gab und hab dann mal Ausschau gehalten, wie es in Mallorca aussieht. Leider war hier ein ganz anderes Sortiment in dieser Woche dran. Leider? Ja, denn es war Bauzeugs... Ich stand also mitten auf Mallorca bei Lidl, klammerte mich gelangweilt an meinen Einkaufswagen, während Männe mit leuchtenden Augen durch die Gänge pirschte und alles 5 x in die Hand nahm, es drehte und wendete und mich dann ansah "Schau mal Schatz, diese tollen Zeitschaltuhren können wir super bei uns zu Hause nutzen!" ... "Schatz halt dich fest - die kann man auch in Deutschland kaufen..." antwortete ich mit hochgezogener Augenbraue. 

Aber all mein genervt tuendes Seufzen, mein "Wir müssen lohoooos" half nix. Er fand dann doch was, während ich mir angewidert die ganzen Beinchen von den Garnelen aus der Tiefkühlung anguckte. "Schaahaaatttz guuuck mal was ich gefunden habe!" hüpfte er mit hocherhobener Hand, in der sich ein kleines Paket befand, durch den halben Laden. Wo bitte ist das Loch in dem man versinken kann? Ihr werdet es nicht glauben! Wir haben allen ernstes einen Baustrahler gekauft! Und Salatschüsseln! Ist ja nicht so, dass das Gepäck begrenzt ist auf 20 kg. Und so ein Strahler und die Schüsseln sind nun auch nicht gerade praktisch zu verpacken. Unter der Auflage, dass das nicht in meinen Koffer kommt kamen die Sachen also mit und war der Mann glücklich wie ein Kind, was eine Tüte Süsskram geschenkt bekommen. Denn den Strahler kriegt man zu diesem Preis nieeeeemals in Deutschland. Habe ich mir erklären lassen... Soso!



Und jetzt guckt mal wie Mini der ist... *ohne Worte*


Ich verrate ihm jetzt mal nicht, dass man den Strahler hätte auch Online in Deutschland bestellen können. Dann wär nämlich noch deutlich Platz im Koffer gewesen z.B. für ein paar andere schöne Urlaubssachen. Guckst du hier:



Na gut zu seiner Verteidigung hab ich mir ja auch ganz schön viel Schnickschnack gekauft. Unter anderem ein Springseil *hust* Aber hey, das geht eindeutig leichter zu verstauen. Kommen wir vom gekauften zur Insel selbst. Mallorca hat unendlich viele schöne Seiten zu bieten. Fast jeden Tag hat es uns woanders hin verschlagen. An wunderschöne Strände, kleine Dörfer, natürlich auch nach Palma. Ich konnte mich kaum satt sehen und knapp 1000 Bilder sind in dieser Zeit entstanden.








Eine Tour ging zum Cap Formentor. Die Schlängelstraßen die Berge hoch war mein persönlicher Horror. Als Kind hat mir das nie was  ausgemacht. Jetzt sehe ich bildlich vor mir, wie wir mit dem Auto von der Straße abkommen und den steilen Abhang hinunterpurzeln. Das war echt Gruselig. Aber der Ausblick hat die Auffahrt entschädigt. So wunderschön! Bis mir dann klar wurde, dass wir irgendwann wieder vom Berg runter müssen...





Wir fuhren aber zuerst noch mehr Schlängelstraßen nach oben - mir lief der Schweiß und so sehr ich mich auch zusammenreißen wollte, ich konnte nicht aufhören zu jammern. Dieser Abgrund hat mir echt ganz schön zu schaffen gemacht. Wieso gibts hier auch keine Seilbahn? Am Ziel angekommen entstand das untere Bild. Seht ihr ganz klein die Aussichtsplattform relativ Mittig? Da sind die Bilder entstanden, die genau über diesem Text zu sehen sind. Wahnsinn diese Weite.


Aussicht zur anderen Seite:


Hier oben befand sich auch ein alter Turm und die ganz neugierigen mussten natürlich auch hoch und rein klettern. Vor uns war eine holländische Familie und die Mama war so mutig in den Turm zu klettern. Kam aber leider nicht wieder runter. Wir haben Tränen gelacht. Leider war ich zu langsam mit der Kamera, aber sie hing eine ganze Weile in dem Loch, beide Beine gerade rausgestreckt und brüllte irgendwas auf holländisch in den Turm. Der Vater versuchte Anweisungen zu geben, wie sie ihre Füße koordinieren sollte und die Tochter machte nette Handybilder fürs Familienalbum. Herrlich! Liebe holländische Familie, bitte seid mir nicht böse, dass ich das fotografiert habe, aber es war einfach großartig. 


Ein weiterer Ausflug führte uns an die nördliche Küste Mallorcas. Na könnt ihr erahnen was das da für weiße Berge sind? Das ist Salz. Verrückt oder? Ich fand das total faszinierend und der Boden war noch intensiver im Rosaton als hier auf den Bildern. Hier sind wir übrigens zu einem Strandausflug unterwegs. Schade nur, dass wir unsere Badesachen nicht bei hatten, da das eher ein spontaner Ausflug war. Der Strand bestand teilweise aus Sand, aus Stein und aus Unmengen von getrockneten Algen. War ein bisschen wie auf Laub laufen. 





Faszinierend war der Steinstrand mit den vielen kleinen Löchern drin. In jedem Loch hat sich was anderes getummelt. Unmengen von Schnecken, Muscheln, irgendwelche Unterwasserpflanzen und ich hab in einem Loch sogar einen Ohrring gefunden. Wie auch immer der da hingekommen ist :D Hier hätte man mich gut und gerne den ganzen Tag absetzen können und ich wäre von Morgens bis Abends nur mit gucken beschäftigt gewesen... 






Auf dem Wochenmarkt in Sineu waren wir zwei mal. Der lohnt sich wirklich zum schlendern, gucken und staunen. Es gibt ein paar Touristenstände, viel Einheimisches, Unmengen an Essen und auch Tiere wie Hühner, Tauben, Schweine, Hunde usw. Ein Huhn kostet übrigens 5 Euro ;)

















In Palma waren wir auch zwei mal. Pflicht ist der Disney Store und Sephora, obwohl ich diesmal bei beiden nichts gefunden habe. Männe rennt immer mit dem Blick nach oben durch die engen Gassen von Palma und schüttelt permanent mit dem Kopf, zückt sein Handy und macht von allen Stromleitungen Fotos, die er seinem Kollegen schickt, während er durchgehend murmelt: "Wie kann das hier funktionieren? Guck mal da... das hängt da so offen. Das hier noch nichts abgebrannt ist." Elektriker eben :D







Frau Shopping gab uns dann noch den Tipp, Mandelkuchen in einer bestimmten Bar direkt am Strand zu probieren. Gesagt - getan. Mit Mandelkuchen, Mandeleis und dem Blick aufs Meer war ich glücklich. Zwar war es an dem Tag echt windig, so dass mir die Zwiebeln von meinem Tomatensalat geflogen sind, aber das war egal. Hauptsache Sonne, Strand und Meer! Danach gings noch weiter in eine kleine Bucht. Traumhaft sag ich euch! Wenn ich mal mehrfacher Millionär bin, kauf ich mir die, reiß die Hotels ab und setz da mein Strandhaus hin. So!










Der Urlaub war traumhaft schön und ich konnte in den knapp 2 Wochen abschalten und einfach nur die verschiedenen Orte und Strände der Insel voll und ganz genießen. Jeden Tag gab es für unser hauseigenes Pferd Möhrchen von mir und die Katzen haben wir auch versorgt. Männe plante schon den nächsten Hausbau, diesmal auf Mallorca und auf meine Urlaubskarte an die Arbeitskollegen mit der Frage, ob nicht ein Heimarbeitsplatz auch von Mallorca aus möglich wäre, erntete ich nur ein "Bist du bekloppt?" von der Chefin. Nunja :D 

Während wir uns die Sonne auf den Bauch haben scheinen lassen, hat Muddan auf unsere Katzen aufgepasst. Jeden Tag kam eine neue Hiobsbotschaft, was nun wieder passiert ist. Den ersten Tag ist ihr eine Eisenstange, die an unserem Eingangstor befestigt ist, auf den Kopf gefallen. Am nächsten Tag ist sie unsere Treppe runtergefallen und hatte ein dickes Knie. In der Nacht darauf hat Karlchen mit ihren Klamotten gespielt und sie unten in der Wohnung verteilt. Den Tag darauf hat sie unsere große Terrassentür nicht mehr zubekommen und musste durchs Küchenfenster klettern. Am Tag darauf hat sich die Katze mit dem Fuchs angelegt, der durch den Garten gestreift ist und Muddan ist mit Herzklopfen dazwischen gegangen. Wir haben jeden Morgen Tränen gelacht, wenn wir die Nachrichten gelesen haben und meine arme Mama war völlig fertig nach den zwei Wochen.

Hach ja und nun sitzen wir hier im Garten, sehen uns die Urlaubsbilder an und ich rieche wieder das Meer und fühle den Sand an den Füßen. Schön wars! Aber zu Hause ist es genau so schön und ich fühle mich genau so wohl, wenn ich Abends durch den Garten laufe, die Katzen mir hinterhertappern und ich alles einmal durchsprenge. Das mach ich so gerne und ist mein Abschalten vom Tag. 

Von daher: Der nächste Urlaub kommt bestimmt 









Adios Mallorca